- 14.05.2012, 11:06:26
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Im Plus: OÖGKK legt Endergebnis 2011 vor
Wien (OTS) - Mit einem Bilanzgewinn von 41,5 Millionen Euro
schließt die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse auch das Jahr
2011 positiv ab. "Durch das gute Finanzergebnis bleiben wir ein
verlässlicher und starker Partner für unsere 1,2 Millionen
Versicherten", betont OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth den sozialen
Wert hinter dem finanziellen Gewinn. "Das solide Plus erlaubt uns,
sinnvolle Angebote weiter auszubauen, insbesondere solche zur
Vorbeugung und Festigung der Gesundheit", ergänzt OÖGKK-Direktorin
Andrea Wesenauer.
Ein Grund für die positive Entwicklung ist die gute
Wirtschaftslage in Oberösterreich. Das vergangene Jahr verlief
konjunkturell stabiler als erwartet. "Wir verzeichnen für 2011
insgesamt Erträge in Höhe von rund 1,87 Milliarden Euro - eine
Steigerung von 3,9 Prozent gegenüber 2010. Die Beiträge im Bereich
der erwerbstätigen Versicherten und Arbeitgeber haben sich
kontinuierlich positiv entwickelt, was sich stabilisierend auf die
Ertragslage insgesamt auswirkt", so Wesenauer. Andererseits konnte
die OÖGKK ausgabenseitig bestimmte Budgetansätze unterschreiten.
"Schlanker Kopf, starker Körper"
Konkret: Ohne effiziente Planung und Steuerung wäre selbst unter
den besten Rahmenbedingungen kein Spitzenergebnis möglich. So hielt
die OÖGKK ihren Verwaltungsaufwand äußerst gering: Lediglich 2,3
Prozent der Einnahmen wurden 2011 für die Verwaltung benötigt. Und
das, obwohl hausintern viele neue, innovative Angebote und Leistungen
entwickelt und umgesetzt wurden. Die niedrigen Verwaltungskosten
bedeuten umgekehrt: Mehr als 97 Prozent der Einnahmen kommen den
Versicherten und Angehörigen wieder als Leistungen zugute. "Bildlich
gesprochen hat die OÖGKK einen schlanken, effizienten Kopf, der einen
umso leistungsfähigeren Körper steuert", erklärt Wesenauer.
Entsprechend beträgt das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 2011 rund 73 Millionen Euro.
1,75 Milliarden Euro Versicherungsleistungen
Rund 1,75 Milliarden Euro an Leistungen wurden für die
Versichertengemeinschaft im Jahr 2011 erbracht. Die fünf größten
Bereiche waren:
1. Krankenanstalten (rund 548 Millionen Euro für stationäre
Behandlungen)
2. ärztliche Hilfe in Krankenhausambulanzen, bei Hausärzten sowie
gleichgestellte Leistungen (zusammen rund 407 Millionen Euro)
3. Medikamente (rund 331 Millionen Euro)
4. Zahnbehandlung und Zahnersatz (rund 122 Millionen Euro)
5. Leistungen für Mütter (rund 90 Millionen Euro)"Übersetzt" man diese Zahlen in Leistungen, dann hat die OÖGKK
2011 unter anderem erbracht: rund 12 Millionen Arztkontakte, 13
Millionen Packungen Medikamente, 2,4 Millionen Spitalstage, eine
Million Zahnbehandlungen, 8.500 Hörgeräte und 6.000 Rollstühle. Die
drei OÖGKK-eigenen Kureinrichtungen ermöglichten 2011 überdies 5.000
Patienten einen Kuraufenthalt.
Als wichtigster Versorger stellte die OÖGKK Ihren Versichten 2011
ein hochwertiges Ärzte-Netz aus 661 niedergelassenen
Allgemeinmedizinern und 419 Fachärzten bereit. 31 Stellen wurden 2011
neu besetzt, vier zusätzliche geschaffen. Zudem kooperiert die OÖGKK
in zahlreichen Leistungsbereichen mit anderen Partnern im
Gesundheitswesen, um für die laufend veränderlichen Bedürfnisse der
Versicherten innovative, wirksame Leistungsangebote zu entwickeln.
Ein solches Beispiel ist das neue Kinder- und Jugendkompetenzzentrum
im Innviertel - ein Modellprojekt, das innovative, zeitgemäße Wege
zur Frühbetreuung von Jugendlichen mit sozialen, kognitiven und
emotionalen Problemen aufzeigt.
"Das alles zeigt: Eine moderne Krankenversicherung braucht
Fachkenntnis im Detail und Planungserfahrung im Ganzen. Verwalten im
traditionellen Sinn ist zu wenig. Wir können nicht einfach Gelder
nach dem Gießkannenprinzip verteilen. Über allem Wirtschaftlichen
steht zudem der menschliche Wert, die Nähe, die Betreuung. 2011 haben
wir rund eine Million persönliche Beratungen und 1,1 Millionen
Telefonate mit unseren Versicherten geführt", berichtet Wesenauer.
Demnächst wird die OÖGKK dazu eine umfassende
Kundenzufriedenheitsstudie vorstellen.
Geplant, weil möglich: 40 Prozent mehr Ausgaben für
Gesundheitsförderung
Das solide Wirtschaften der OÖGKK in den letzten Jahren gibt jetzt
den Spielraum frei für den weiteren Ausbau der Gesundheitsförderung.
Für 2012 sind bereits 40 Prozent mehr Geld für Präventivmaßnahmen
angesetzt. "Vorbeugen ist besser als heilen. Das darf aber kein
Lippenbekenntnis bleiben. Man muss dafür wirklich Geld haben und in
die Hand nehmen, nachhaltige Programme konsequent umsetzen, Ziele
definieren und Erfolge messen. Menschen gesund zu halten ist in
unserer modernen Gesellschaft ein ebenso anspruchsvolles Unterfangen
wie Kranke zu heilen", gibt Hinterwirth zu bedenken. Dass bei gut
überlegter Gesundheitsförderung auch wirklich etwas herauskommen
kann, zeigen die Jahresergebnisse in den wichtigsten gegenwärtigen
Arbeitsfeldern der OÖGKK:
- Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF): 2011 erreichten 28 weitere heimische Betriebe das Gütesiegel für erfolgreich umgesetzte Mitarbeitergesundheit. Das sind 12.900 gesündere Arbeitsplätze im Land. Insgesamt betreut die OÖGKK gemeinsam mit Partnern bereits 59 BGF-Betriebe, die zusammen über 30.000 Mitarbeiter beschäftigen. - Gesunde Kinder - von Anfang an: Mit dem neuen Informations- und Angebotsschwerpunkt werden jährlich rund 13.500 Eltern von Neugeborenen mit verständlichen, altersbezogenen Informationen und bedarfsgerechten Angeboten unterstützt. "Was haben junge Eltern von zig Millionen Gesundheitstipps im Internet, wenn sie konkret verfügbare Maßnahmen für ihr Kind suchen? Da sind wir als regionale Gesundheitspartner gefragt, unseren Versicherten Orientierung und Qualität anzubieten", so Wesenauer. - Innovative Begleitangebote: Die klassischen Lebenswelten der Menschen ändern sich. Erfolgreiche Gesundheitsförderung kann und muss daher bewusst auch "unklassische", neuartige Wege einschlagen, um die (jungen) Menschen in ihren Lebenskulturen zu erreichen. Ein Beispiel: "Unser online-begleitetes Abnehmprogramm "KiloCoach" ist 1. Februar 2012 online. 400 Teilnehmer haben sich bereits fix angemeldet, 1.000 sind das Ziel für 2012. 278 User sind sofort ins Programm eingestiegen und hatten Ende März bereits fast 800 Kilo gemeinsam abgenommen. Wer sein Zielgewicht dann auch noch hält, bekommt das Geld zurück", erklärt Wesenauer das neue Konzept.
Unterstützungsfonds um 15,4 Millionen Euro aufgestockt
Das langfristige strategische Gesundheitsziel der OÖGKK ist
eindeutig die Gesund-Erhaltung ihrer Versicherten. Dennoch ruft
Hinterwirth ins Bewusstsein: "Gegen Schicksalsschläge, Unglücke und
komplexe Erkrankungen kann auch die beste Vorbeugung nichts
ausrichten. Gerade in extremen Härtefällen ist dann die
Krankenversicherung gefordert." Dafür ist in der OÖGKK einen
Unterstützungsfonds eingerichtet. Aufgrund des soliden
Finanzergebnisses wurde dieser Topf um weitere 15,4 Millionen Euro
auf 46,7 Millionen Euro gefüllt. Eine stattliche Reserve, die aber
vorausschauend zu nutzen ist. Hinterwirth: "In unserer
Versichertengemeinschaft leben Menschen mit schwerwiegenden
Erkrankungen. Im Ausnahmefall kann eine Behandlung bis zu 500.000
Euro jährlich erfordern. Und niemand von uns lebt mit der Garantie,
eines Tages nicht auch selbst betroffen zu sein."
Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Direktionsbüro und Kommunikation
Mag. Gregor Smejkal
Tel: 05 78 07 - 10 22 14
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