• 11.05.2012, 13:46:32
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  • OTS0223 OTW0223

15. Klausurtagung der Betriebsräte der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der Medizinischen Universitäten Österreichs

Wien - Innsbruck - Graz / Unterfinanzierung der Unis gefährdet Spitzenmedizin

Wien (OTS) - Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten
Wien, Graz und Innsbruck haben in ihrer Jahrestagung festgestellt,
dass an allen Standorten die finanziellen Reserven ausgeschöpft sind.

Für den regulären Betrieb mussten schon in diesem Jahr zusätzliche
Mittel teilweise durch Kampfmaßnahmen errungen werden. Herr
Bundesminister Töchterle beabsichtigte die Finanzierung der
Universitäten nach Studierendenzahlen. Die Vergabe nach der Zahl der
Studierenden wird Veterinärmedizinische, Kunst-Universitäten und
Medizinische Universitäten massiv benachteiligen, obwohl gerade hier
die Aufwendungen pro Student/in am größten sind. So kostet ein
Studienplatz für Humanmedizin über 30.000 Euro. Die Medizinischen
Universitäten werden ihrer Verpflichtung in Lehre und Forschung
nachkommen müssen. Damit kann nur im Bereich der Leistungen in der
Spitzenmedizin und Krankenversorgung, sowie in der Facharztausbildung
eingespart werden. Als Betriebsräte hoffen wir, dass ohne Kündigungen
durch einen Nachbesetzungsstopp über den normalen jährlichen Abgang
von 5% Wissenschaftler/innen (davon 2/3 Ärzte/innen) das Defizit
ausglichen werden kann. Alternativ könnten die Krankenanstaltenträger
für die medizinische Versorgung an Universitätskliniken für das
erforderliche Universitätspersonal Kostenersatz leisten. Wir
befürchten, dass ohne Lösung dieser Problematik Wartezeiten und
Verschlechterungen der bislang exzellenten Versorgung für
PatientInnen an österreichischen Universitätskliniken zu erwarten
sind.

Rückfragehinweis:
Betriebsratsvorsitzenden bzw. der Stellvertreterin:
Ao. Univ.-Prof. Dr. Gudrun Reiter, Tel.: 0650 8039502
Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, Tel.: 0664 2243929
Ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Tiefenthaler, Tel.: 0699 12369897

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