- 10.05.2012, 12:59:05
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Zuerst zum Hausarzt, Entlastung für Fachärzte und Ambulanzen
Zielgerichtete hautärztliche Versorgung durch Gesundheitsinitiative Dermatologie
Bregenz (OTS/VLK) - Der Vorarlberger Landesgesundheitsfonds hat
das Projekt Modellregion Gesundheitswesen Vorarlberg ins Leben
gerufen, um Lösungen zur Entlastung von Facharztpraxen und
Spitalsambulanzen zu entwickeln. Ein Ergebnis dieser Bemühungen ist
die Gesundheitsinitiative Dermatologie. Das Ziel: Patientinnen und
Patienten sollen zunächst den Hausarzt aufsuchen und sich dadurch
lange Wartezeiten beim Facharzt bzw. im Spital sparen.
"Es geht uns darum, dass Patientinnen und Patienten genau die
Versorgung bekommen, die sie brauchen, und dass sie, abhängig von der
jeweiligen Erkrankung, die angemessene medizinische Einrichtung in
Anspruch nehmen", sagte Gesundheitslandesrat Rainer Gögele bei der
Präsentation des Modells am Donnerstag, 10. Mai 2012, im Landhaus. Es
gelte das Bewusstsein der Menschen zu stärken, dass sie im Hausarzt
einen kompetenten Partner in allen Gesundheitsfragen haben, so
Gögele.
Die Gesundheitsinitiative Dermatologie wird in Zusammenarbeit des
Landes Vorarlberg, der Ärztekammer, der Gebietskrankenkasse und der
Landeskrankenhäuser umgesetzt und legt die Aufgaben entlang der
Versorgungspyramide klar fest. Der Hausarzt bzw. die Hausärztin ist
erste Ansprechperson in allen Fällen und kann einfache
Hauterkrankungen selbst behandeln. Bei komplexeren Erkrankungen gibt
es eine Überweisung zum Facharzt, erläuterte Harald Schlocker,
Sprecher der niedergelassenen Ärzteschaft in der Ärztekammer. Sein
Appell: "Bitte, haben Sie einen Hausarzt. Er wird sie als Lotse an
die richtige Stelle im Gesundheitssystem leiten."
Die dermatologische Ambulanz im Landeskrankenhaus Feldkirch ist
nur für Notfälle, sehr komplexe Erkrankungen oder stationäre
Patientinnen und Patienten die richtige Anlaufstelle, ergänzte der
Geschäftsführer der Krankenhausbetriebsgesellschaft, Till Hornung. Er
verwies auf eine Informationskampagne mit Foldern und Postern in
Arztpraxen sowie Fernsehspots, um diese Botschaft den Menschen zu
vermitteln.
Für GKK-Obmann Manfred Brunner ist die Gesundheitsinitiative
Dermatologie für positive Entwicklungen im Rahmen einer Modellregion.
"Mehr Effizienz, mehr Qualität und mehr Verfügbarkeit zugunsten der
Patientinnen und Patienten", fasste er die Vorteile zusammen.
Rückfragehinweis:
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