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Einladung zur Ausstellungseröffnung: Djinni in a Bottle - Materialisation und Medialität
3D-Prototyping in der Kunst. Ein Projekt von Lehrenden an der Abteilung Digitale Kunst/Universität für angewandte Kunst Wien
Bregenz / Wien (OTS) - Wolfgang Fiel, Margarete Jahrmann, Nicolaj
Kirisits, Peter Koger, Bernd Kräftner, Martin Kusch, Jan Lauth, Lydia
Lindner, Max Moswitzer, Niki Passath, Tommy Schneider, Ruth Schnell,
Veronika Schnell, Franz Schubert, Romana Schuler, Roland Schöny,
Stefanie Wuschitz. In Kooperation mit: Ashley Holwell, Hans Nevidal,
Sophie-Carolin Wagner
Ausstellungsarchitektur: Wolfgang Fiel
Grafik: studioelastik.com
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Pressegespräch: Montag, 14. Mai 2012 - Beginn: 11 Uhr
Ort: GALERIE LISI HÄMMERLE
Anton-Schneider-Straße 4a, A-6900 BregenzERÖFFNUNG: Dienstag, 15. Mai 2012 - 19.00 Uhr
Es sprechen: Univ.-Prof. Mag. art. Ruth Schnell, Leiterin der
Abteilung Digitale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien
Dr. Margarete Jahrmann, Künstlerin und Medientheoretikerin
Roland Schöny, Kunsttheoretiker und Autor
Öffnungszeiten: Mi - Fr 14 - 18 Uhr
Sa 10 - 12 und 14 - 16 Uhr
Ausstellungsdauer: 16. Mai - 30. Juni 2012
Die Ausstellung "Djinni in a Bottle - Materialisation und
Medialität" erschließt neue Wege im Feld der digitalen Kunst. Mit
ihren konzeptuellen Fragestellungen dringen computerbasierte
Produktionsformen aktuell in ein Terrain vor, das in der Praxis der
bildenden Kunst bis dato kaum genützt wird. In diesem Feld entstehen
Erweiterungen algorithmischen Gestaltens und neue Formen
kollaborativen Arbeitens.
Ausgangspunkt des Projekts mit 16 Positionen ist die sukzessive
künstlerische Aneignung jenes Verfahrens zur Herstellung von
Objekten, das bisher vor allem in der Architektur und im Design zur
Materialisierung digital erstellter Entwürfe angewendet wird. Der
Begriff des "Rapid Prototyping" bezeichnet den 3-dimensionalen Druck
eines digitalen Modells unter Verwendung unterschiedlichster
Werkstoffe wie Gips, Kunststoff oder Metall.
Über experimentelle Prozesse eröffnen sich der Medienkunst mit
dieser Technologie vollkommen neue Möglichkeiten, ästhetische
Vorstellungen 3-dimensional gegenständlich zu realisieren, die bisher
lediglich als Animationen für den Computerbildschirm visualisiert
werden konnten oder überhaupt nur als Datensätze existierten und
immateriell blieben. Es ist eine Kultur der hybriden Artefakte im
Entstehen, der sich längst auch "open source communities" bemächtigt
haben, welche im kreativen und partizipativen Umgang mit digitalen
Technologien 3D-Prints online austauschen.
Ähnlich wie im Laufe der neueren Kunstgeschichte die kritische
Auseinandersetzung mit den Medien Fotografie, Film und Video zu neuen
Ausdrucksformen führte, etabliert sich gegenwärtig auf dem Gebiet des
3D-Prototyping eine künstlerische Forschung, die mit den zur
Verfügung stehenden technischen Methoden experimentell adäquate
formale Strategien entwickelt
KünstlerInnen und TheoretikerInnen, die an der Abteilung Digitale
Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien lehren,
realisierten im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes Objekte
aus dem Bereich der 3D-Print-Technologie. Ziel des Projekts, das auf
Initiative der Leiterin der Abteilung, Univ.-Prof. Mag. a Ruth
Schnell zustande kam, war eine explorative und experimentelle
Annäherung an neue Formate der Objekt-Konzeption aus dem breiten
Spektrum elektronischer Diskurse heraus.
Mit ihrem Objekt Hypermemory beispielsweise umschreiben Wolfgang
Fiel und Sophie-Carolin Wagner den ambivalenten Prozess der
Verfestigung und Transformation von Erinnerungsbildern. Sie versuchen
einen komplexen, gewöhnlich nicht sichtbaren, aber mit Vorstellungen
verbundenen Vorgang materiell in eine Form zu fassen. Thema ihrer
Arbeit ist die Veränderung von Erinnerung durch den jeweils
gegenwärtigen Bewusstseinszustand, der sich durch ein jeweils
spezifisches topografisches Gepräge manifestiert.
Cybernautic Sail. All About Cyberné - Circular and Causal Feedback
Mechanisms von Margarete Jahrmann wiederum thematisiert - Bezug
nehmend auf einen Terminus des österreichischen Physikers und
Kybernetikers Heinz von Förster - die potenziell endlosen
Rückkopplungen zwischen "réel et virtuel" durch die Abbildung des
Realen auf der Ebene von Programmen und Datensätzen. Geografische und
meteorologische Daten einer realen Segel-Performance zwischen den
beiden "Enden" der Erde (Finisterre) materialisieren sich als
skulpturales Objekt.
Wie ein absurder Rückblick auf die Postmoderne wirkt hingegen das
skulpturale Objekt White Noise 2.0 von Max Moswitzer. Als
exemplarische Arbeit des Künstlers rekombiniert, koppelt und
verknüpft dieses 3D-Objekt 'found footage' Material aus der
Kunstgeschichte, aus dem Alltag und möglicherweise auch aus
irgendwelchen Datenfragmenten. Es interessiert nicht mehr die
Bedeutung, sondern lediglich die aus der Kombination entstandene
Form. Als visuelles Statement ist es ein subversiver Kommentar.
"Nicht wissen, sondern neu denken!" postulierte der
System-Theoretiker Heinz von Foerster. Dies kann als Programm und der
seit 2003 andauernden Arbeiten in 3D-Printing, Laser Sintering und
dem Transfer von Daten-Objekten aus kollaborativen virtuellen Welten
Max Moswitzers verstanden werden.
Rückfragehinweis:
Download Pressfotos und Texte: http://digitalekunst.ac.at/presse3D Univ-Prof. Maga. Ruth Schnell Universität für angewandte Kunst Wien Leitung Abteilung Digitale Kunst Expositur Sterngasse 13, A-1010 Wien Sekretariat: [email protected] Tel.: +43 1 71133 2640 www.digitalekunst.ac.at GALERIE LISI HÄMMERLE, Anton-Schneider-Strasse 4a A - 6900 Bregenz/Austria Tel: +43 664 52 88 239 www.galerie-lisihaemmerle.at
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