Durchleuchten und aufarbeiten: Initiative Respekt! fordert tabufreie Durchforstung öffentlicher Institutionen nach braunen Schatten

Wien (OTS) - Der Tag der Befreiung vom Nazi-Terror ist für die Initiative Respekt! ein geeigneter Anlass, die Republik Österreich in aller Form aufzufordern, ihre Institutionen auf braune Spuren und deren Folgen auf die Jahre nach 1945 zu durchleuchten: "Wir brauchen eine lückenlose Aufarbeitung der Zeit ab dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Daher fordern wir die Einsetzung von Historikerkommissionen in sämtlichen Ministerien und Bundesämtern. Es muss endlich belegbar sein, ob und in welchem Ausmaß nationalsozialistisches Gedankengut die Gesetzgebung und damit die Geschicke der Zweiten Republik beeinflusst hat," lautet die Forderung der Initiative Respekt!, vertreten durch Amos Davidovits, Sonja Feiger und Daniel Gallner.

Die Historikerkommissionen müssen - so die Initiative Respekt! -völlig freie Hand haben, um die längst fällige Aufarbeitung der Rolle der Bundesinstitutionen ab 1945 zu ermöglichen: "Wo braune Schatten nachgewiesen werden können, muss dies öffentlich gemacht werden. Wir fordern ein tabufreies Forschen, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass das öffentliche Leben in Österreich nicht länger vom Ungeist der Vergangenheit belastet wird."

Vor vermeintlich großen Namen dürfe es ebenso keine Scheu geben wie vor dem Benennen all jener, denen es gelungen ist, sich von ihren Positionen während des Terror-Regimes der Nationalsozialisten in die Amtsstuben der Zweiten Republik zu retten. HistorikerInnen sollen ein für allemal klären, welche Auswirkungen diese
"Übertritte" auf die Nachkriegsgeschichte Österreichs hatten. Und womöglich immer noch haben.

"Belegbare Fakten ermöglichen eine zweifelsfreie und unmissverständliche Haltung zur jüngeren Vergangenheit Österreichs. Daher fordern wir die EntscheidungsträgerInnen unseres Landes auf, die Mittel für eine lückenlose und unvoreingenommene Durchleuchtung öffentlicher Einrichtungen zur Verfügung zu stellen," schließt Patricia Kahane die Forderung der Initiative Respekt! anlässlich des 67. Jahrestages der Befreiung Österreichs vom Nazi-Terror.

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