Die Ärzteschaft fordert eine verbesserte Zusammenarbeit in der Schmerztherapie

Wien (OTS) - In Österreich herrscht ein großes Versorgungsdefizit von chronischen Schmerzpatienten. Zu diesem Ergebnis kamen österreichische Fachvertreter im Rahmen der europaweiten Initiative "Pain Proposal". Gemeinsam publizierten sie nun einen Forderungskatalog, der Ansatzpunkte zur Verbesserung der Betreuung von chronischen Schmerzpatienten in Österreich aufzeigt - dies beginnt bereits bei einer einheitlichen Definition des chronischen Schmerzes.

Hochrechnungen zufolge leiden in Österreich derzeit über 1,5 Millionen Menschen (ca. 20% der Bevölkerung) an chronischen Schmerzen (1). Betroffene warten oft jahrelang (im Durchschnitt 2,5 Jahre) auf eine Diagnosestellung und gelangen manchmal erst über Umwege zu der individuell bestmöglichen Therapie. So sagen 23 % der Patienten:
"Meine Schmerzen werden nicht angemessen behandelt." Aus diesem Grund hat die Österreichische Schmerzgesellschaft, gemeinsam mit zahlreichen österreichischen Fachvertretern, einen Forderungskatalog formuliert, der Probleme und Herausforderungen in der momentanen Behandlung aufdeckt und Empfehlungen für die Verbesserung der Versorgung gibt.

Forderung von klaren Kriterien und einer flächendeckenden, interdisziplinären Betreuung

Angesetzt werden müsste laut den österreichischen Experten schon bei der einheitlichen Definition chronischer Schmerzen (über drei Monate anhaltend und regelmäßig wiederkehrend). Denn ein eigener ICD-Code (2) für den chronischen Schmerz existiert bis dato nicht. Zudem gilt es besonders die Therapiemöglichkeiten zu verbessern: "Wir benötigen eine flächendeckende Versorgung mit Schmerzexperten und schmerzmedizinischen Einrichtungen, wenn möglich nach ISAP-Kriterien (3)", fordert Prim. Univ.-Prof. Dr. Burkhard Gustorff, Vorstandsmitglied der ÖSG im Rahmen der österreichischen Expertenrunde. Oftmals stehen einem optimalen Schmerzmanagement die fehlenden Kenntnisse über die Angebote der jeweils anderen Fachdisziplinen im Weg, wodurch eine entsprechende Zuweisung ausbleibt. Für eine interdisziplinäre Betreuung gilt es klare Kriterien zu erarbeiten: "Wir müssen eine gemeinsame Sprache entwickeln", hält Prim. Priv.-Doz. Dr. Christian Lampl, Präsident der Österreichischen Kopfschmerzgesellschaft, fest. Wie gut die interdisziplinäre Zusammenarbeit funktionieren kann zeigen Tumorboards (4).

Auch eine verbesserte Aus- und Weiterbildung, wie über den postgraduellen Universitätslehrgang "Interdisziplinäre Schmerzmedizin" und das österreichische "Schmerzdiplom" sowie die Sensibilisierung der Politik für das Thema chronischer Schmerz wird gefordert.

Die internationale Pfizer-Initiative "Pain Proposal"

Die von Pfizer ins Leben gerufene, internationale Initiative "Pain Proposal" brachte Schmerzexperten aus 15 europäischen Ländern zum Wissens- und Erfahrungsaustausch in Brüssel zusammen. Neben einem europäischen Statusbericht wurden einzelne Länderberichte publiziert, so auch für Österreich. Ziel des Projekts ist ein europaweit einheitlicher Zugang zum Management chronischer Schmerzen. Aufgezeigt werden soll der akute Handlungsbedarf zur Verbesserung der Betreuung von chronischen Schmerzpatienten.

Das vollständige Expertenpapier der österreichischen Fachgesellschaften finden Sie unter www.pfizer.at/gesundheit/chronischer-schmerz zum Download.

Pfizer - Gemeinsam für eine gesündere Welt

Pfizer erforscht und entwickelt moderne Arzneimittel für alle Lebensphasen von Mensch und Tier. Mit einem der höchsten Forschungsetats der Branche setzt Pfizer, mit Hauptsitz in New York, neue Standards in verschiedenen Therapiegebieten wie beispielsweise Entzündungskrankheiten, Krebs, Schmerz oder bei Impfstoffen. Weltweit arbeiten bei Pfizer rund 100.000 Mitarbeiter daran, Krankheiten zu heilen, zu lindern oder vorzubeugen. Pfizer ist in über 80 Ländern mit Niederlassungen präsent und erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 67,4 Milliarden US-Dollar.

In Österreich gliedert sich das Unternehmen in drei Geschäftsfelder: Rezeptpflichtige Medikamente, rezeptfreie Produkte sowie Tiergesundheit. Das Produktportfolio umfasst innovative Originalpräparate und patentfreie Produkte einschließlich Generika. Pfizer Corporation Austria ist ein wichtiger Partner der medizinischen Forschung und Entwicklung in Österreich. Um mehr über unseren Einsatz zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at

(1) Presseaussendung der ÖSG zu den 9. Österreichischen Schmerzwochen 2009; www.oesg.at, Pressematerial

(2) ICD = International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems

(3) ISAP = Internationale Studien- und Ausbildungspartnerschaften

(4) Bei Tumorboards werden für onkologische Patienten individuell wichtige, therapeutische Entscheidungen nach Beratung eines interdisziplinären Expertenteams getroffen

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