- 07.05.2012, 11:17:02
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Die Ärzteschaft fordert eine verbesserte Zusammenarbeit in der Schmerztherapie
Wien (OTS) - In Österreich herrscht ein großes Versorgungsdefizit
von chronischen Schmerzpatienten. Zu diesem Ergebnis kamen
österreichische Fachvertreter im Rahmen der europaweiten Initiative
"Pain Proposal". Gemeinsam publizierten sie nun einen
Forderungskatalog, der Ansatzpunkte zur Verbesserung der Betreuung
von chronischen Schmerzpatienten in Österreich aufzeigt - dies
beginnt bereits bei einer einheitlichen Definition des chronischen
Schmerzes.
Hochrechnungen zufolge leiden in Österreich derzeit über 1,5
Millionen Menschen (ca. 20% der Bevölkerung) an chronischen Schmerzen
(1). Betroffene warten oft jahrelang (im Durchschnitt 2,5 Jahre) auf
eine Diagnosestellung und gelangen manchmal erst über Umwege zu der
individuell bestmöglichen Therapie. So sagen 23 % der Patienten:
"Meine Schmerzen werden nicht angemessen behandelt." Aus diesem Grund
hat die Österreichische Schmerzgesellschaft, gemeinsam mit
zahlreichen österreichischen Fachvertretern, einen Forderungskatalog
formuliert, der Probleme und Herausforderungen in der momentanen
Behandlung aufdeckt und Empfehlungen für die Verbesserung der
Versorgung gibt.
Forderung von klaren Kriterien und einer flächendeckenden,
interdisziplinären Betreuung
Angesetzt werden müsste laut den österreichischen Experten schon
bei der einheitlichen Definition chronischer Schmerzen (über drei
Monate anhaltend und regelmäßig wiederkehrend). Denn ein eigener
ICD-Code (2) für den chronischen Schmerz existiert bis dato nicht.
Zudem gilt es besonders die Therapiemöglichkeiten zu verbessern: "Wir
benötigen eine flächendeckende Versorgung mit Schmerzexperten und
schmerzmedizinischen Einrichtungen, wenn möglich nach ISAP-Kriterien
(3)", fordert Prim. Univ.-Prof. Dr. Burkhard Gustorff,
Vorstandsmitglied der ÖSG im Rahmen der österreichischen
Expertenrunde. Oftmals stehen einem optimalen Schmerzmanagement die
fehlenden Kenntnisse über die Angebote der jeweils anderen
Fachdisziplinen im Weg, wodurch eine entsprechende Zuweisung
ausbleibt. Für eine interdisziplinäre Betreuung gilt es klare
Kriterien zu erarbeiten: "Wir müssen eine gemeinsame Sprache
entwickeln", hält Prim. Priv.-Doz. Dr. Christian Lampl, Präsident der
Österreichischen Kopfschmerzgesellschaft, fest. Wie gut die
interdisziplinäre Zusammenarbeit funktionieren kann zeigen
Tumorboards (4).
Auch eine verbesserte Aus- und Weiterbildung, wie über den
postgraduellen Universitätslehrgang "Interdisziplinäre
Schmerzmedizin" und das österreichische "Schmerzdiplom" sowie die
Sensibilisierung der Politik für das Thema chronischer Schmerz wird
gefordert.
Die internationale Pfizer-Initiative "Pain Proposal"
Die von Pfizer ins Leben gerufene, internationale Initiative "Pain
Proposal" brachte Schmerzexperten aus 15 europäischen Ländern zum
Wissens- und Erfahrungsaustausch in Brüssel zusammen. Neben einem
europäischen Statusbericht wurden einzelne Länderberichte publiziert,
so auch für Österreich. Ziel des Projekts ist ein europaweit
einheitlicher Zugang zum Management chronischer Schmerzen. Aufgezeigt
werden soll der akute Handlungsbedarf zur Verbesserung der Betreuung
von chronischen Schmerzpatienten.
Das vollständige Expertenpapier der österreichischen
Fachgesellschaften finden Sie unter
www.pfizer.at/gesundheit/chronischer-schmerz zum Download.
Pfizer - Gemeinsam für eine gesündere Welt
Pfizer erforscht und entwickelt moderne Arzneimittel für alle
Lebensphasen von Mensch und Tier. Mit einem der höchsten
Forschungsetats der Branche setzt Pfizer, mit Hauptsitz in New York,
neue Standards in verschiedenen Therapiegebieten wie beispielsweise
Entzündungskrankheiten, Krebs, Schmerz oder bei Impfstoffen. Weltweit
arbeiten bei Pfizer rund 100.000 Mitarbeiter daran, Krankheiten zu
heilen, zu lindern oder vorzubeugen. Pfizer ist in über 80 Ländern
mit Niederlassungen präsent und erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen
Umsatz von rund 67,4 Milliarden US-Dollar.
In Österreich gliedert sich das Unternehmen in drei
Geschäftsfelder: Rezeptpflichtige Medikamente, rezeptfreie Produkte
sowie Tiergesundheit. Das Produktportfolio umfasst innovative
Originalpräparate und patentfreie Produkte einschließlich Generika.
Pfizer Corporation Austria ist ein wichtiger Partner der
medizinischen Forschung und Entwicklung in Österreich. Um mehr über
unseren Einsatz zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at
(1) Presseaussendung der ÖSG zu den 9. Österreichischen Schmerzwochen
2009; www.oesg.at, Pressematerial
(2) ICD = International Statistical Classification of Diseases and
Related Health Problems
(3) ISAP = Internationale Studien- und Ausbildungspartnerschaften
(4) Bei Tumorboards werden für onkologische Patienten individuell
wichtige, therapeutische Entscheidungen nach Beratung eines
interdisziplinären Expertenteams getroffen
Rückfragehinweis:
Pfizer Corporation Austria Pressekontakt Mag. Claudia Handl Director Public Affairs Pfizer Corporation Austria Gesellschaft m.b.H. Floridsdorfer Hauptstraße 1, A-1210 Wien Tel.: +43 1/521 15 - 853 Mobil: +43 676 892 96 853 Mail: [email protected] Internet: www.pfizer.at
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