"profil": Vertrag zwischen Peter Hochegger und der Immofinanz wurde erst nach der ersten Buwog-Bieterrunde geschlossen

Karl-Heinz Grasser wusste bereits über Kaufpreise Bescheid

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wurde der "Beratungsvertrag" zwischen dem Lobbyisten Peter Hochegger und Immofinanz-Chef Karl Petrikovics, auf Basis dessen letztlich 9,9 Millionen Provision geflossen sind, erst unmittelbar vor dem Zuschlag der Buwog-Gesellschaften an das Immofinanz-Konsortium am 13. Juni 2004 geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser bereits über die Höhe der Anbote der Interessenten informiert: Nach der ersten Anbotsöffnung am 4. Juni 2004 lag die CA-Immo mit 922,7 Millionen Euro klar vor dem Immofinanzkonsortium (837,3 Millionen). Wie aus Einvernahmeprotokollen der Justiz von Peter Hochegger zu entnehmen ist, wurde Hochegger von Grassers Freund und Trauzeuge Walter Meischberger kurz nach der ersten Anbotsöffnung darüber informiert, dass die Immofinanz mit ihrem Angebot "in Richtung eine Milliarde" gehen müsse und eine zweite Anbotsrunde möglich sei.

Bei einer Sitzung im Finanzministerium am 7. Juni 2004 hat Grasser laut Traumüllers Aussagen bei der Staatsanwaltschaft "eine einzige definitive Entscheidung getroffen": nämlich eine zweite letzte Anbotsrunde auszurufen. Bei dieser Sitzung hatte Grasser auch erfahren, dass die CA Immo eine Finanzierungszusage lediglich über 960 Millionen hatte. Dies teilte Meischberger Hochegger schließlich auch "ein oder zwei Tage vor Anbotsende" Hochegger mit. Hochegger gab diese Information an Petrikovics weiter. Bekanntlich lag das Angebot der Immofinanz letztlich um eine Million über jenem der CA Immo.

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