FPÖ: Winter kritisiert Zwangsverheiratung junger Mädchen in der islamischen Welt

Dialogzentrum mit Saudi-Islam angesichts der Aussagen der Großmuftis völlig inakzeptabel

Wien (OTS) - "Es ist schockierend, wie jungen Mädchen in vielen, vor allem islamisch geprägten Ländern der Welt die Kindheit geraubt wird, indem sie zur Hochzeit mit wesentlich älteren Männern gezwungen werden", reagiert die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Susanne Winter auf die nach wie vor weit verbreitete Praxis. Insbesondere übt Winter Kritik an den aktuellen Aussagen des Großmuftis von Saudi Arabien, der Mädchen im Alter von zehn oder zwölf Jahren als heiratsfähig bezeichnet hat.

Westliche Demokratien dürften nicht müde werden, diese Unsitte anzuprangern und internationalen Druck auf Staaten auszuüben, die ihre Kinder nicht vor diesen steinzeitlichen Praktiken schützen, hält Winter fest. Gerade im Verhältnis zu Saudi Arabien sei jedoch das Gegenteil der Fall. Das Land, in dem der ultra-konservative Wahhabismus Staatsreligion ist, baut in Wien derzeit ein interreligiöses "Dialogzentrum". "Ich sehe keinen Sinn in einem Dialog mit diesem unmenschlichen Regime, das selbst von einem Großteil der Muslime scharf kritisiert wird, zumal die Wahhabiten in ihrer Intoleranz nicht einmal Muslime anderer Strömungen, geschweige denn Christen anerkennen", so Winter.

Das wahre Gesicht würden die Anhänger des Wahhabismus, die sich selbst auch als Salafisten bezeichnen, derzeit in Deutschland zeigen. Im Zuge einer Wahlkampfveranstaltung von PRO NRW in Solingen am 1. Mai kam es zu extremer Gewalt durch Anhänger dieser islamischen Strömung. Rund achtzig religiöse Eiferer wurden festgenommen, nachdem sie mit Steinen und Eisenstangen auf die Polizei und auf Aktivisten der PRO-Bewegung losegegangen waren.

Es sei erschreckend, wie mit völlig ungleichem Maß auf Menschenrechtsverletzungen reagiert werde. "Auf der einen Seite verhängt die EU, wortreich unterstützt von österreichischen Spitzenpolitikern, einen Polit-Boykott gegen die Fußball-EM in der Ukraine, auf der anderen Seite baut man den Spitzen des sektiererischen Wahhabismus in Wien ein Dialogzentrum", zeigt Winter die Doppelmoral der europäischen Politik auf.

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