• 03.05.2012, 09:56:59
  • /
  • OTS0056 OTW0056

Greenpeace-Besetzung von Shell-Eisbrecher geht weiter

Umwelt-AktivistInnen blockieren erneut zerstörerische Öl-Bohrungen

Öland(Schweden)/Wien (OTS) - AktivistInnen der Umweltorganisation
Greenpeace fingen heute in den frühen Morgenstunden den
Shell-Eisbrecher Nordica auf offener See ab, um den schon am 1. Mai
begonnenen Protest fortzusetzen. Die UmweltaktivistInnen wollen mit
dieser Aktion das zerstörerische Bohren nach Öl in der Arktis
aufhalten.

Um ca. halb fünf in der Früh erkletterten sechs Aktivisten aus
fünf Nationen, darunter auch ÖsterreicherInnen, erneut den
Shell-Eisbrecher und ketteten sich an verschiedenen Orten am ganzen
Schiff an. Sie verlangen, dass Shell seine Pläne, in der fragilen
Arktis nach Öl zu bohren, endlich aufgibt. Der Eisbrecher Nordica
wurde von der finnischen Regierung dem Ölkonzern Shell für die
Bohrungen zur Verfügung gestellt.

"Shells rücksichtslose Pläne zur Förderung von Öl in der Arktis
stellen eine unannehmbare Bedrohung für einen einzigartigen Ort auf
der Erde dar", sagte Greenpeace-Sprecherin Therese Jacobson. "Wir
stehen an einem Scheideweg . Entweder wir entscheiden uns für den
Schutz der Arktis oder wir erlauben Shell und anderen Öl-Giganten,
diese kostbare Region zu zerstören. Es ist ohne Frage an der Zeit,
sich endlich für den Schutz der Arktis zu entscheiden."

Die heutige Aktion folgt auf eine ähnliche Aktion zu Beginn dieser
Woche, als 20 Greenpeace-AktivistInnen den Eisbrecher Nordica in
Helsinki bestiegen, als es den Hafen verlassen wollte, um sich der
Shell-Flotte in Alaska anzuschließen. Als das erste Team von
AktivistInnen verhaftet wurde, folgten 22 weitere in zwei
Schlauchbooten und drei Kanus. Obwohl es ein Großaufgebot von Polizei
und Küstenwache in Schiffen und Hubschraubern gab, schafften es
Greenpeace-Schwimmer Bojen vor dem Schiff auszubringen. Sie begannen
außerdem "Stop-Shell" auf die Seite des Eisbrechers zu malen, bevor
sie entfernt und verhaftet wurden. Die Nordica verließ daraufhin den
Hafen.

Der Eisbrecher Nordica ist wie sein Schwesternschiff Fennica auf
dem Weg nach Alaska, um gemeinsam mit den Bohrschiffen Kulluk und
Noble Discoverer, die bereits Richtung Nordküste Alaskas aufgebrochen
sind, jeweils fünf Erschließungslöcher für Shell in der Chukchi- und
Beaufortsee zu bohren. Shell ist der erste international Ölkonzern,
der ernsthaft nach Ölförderung in der Arktis strebt. Sollte Shell in
diesem Sommer Öl finden, könnte das den destruktiven Ansturm auf die
letzten Tropfen Öl auslösen und weitere Ölgiganten in die sensible
Arktis treiben.

Video zur ersten Nordica-Aktion:
http://www.greenpeace.at/aktion-schweden-eisbrecher

Rückfragehinweis:

Daniel Bengtsson, Greenpeace Nordic communications 
   Tel.: 0046 703 40 54 14
   Jessica Wilson, Greenpeace International communications 
   Tel.: 0031 65 350 4719
   Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace Österreich 
   Tel.: 0043 664 6126718

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel