• 03.05.2012, 09:32:08
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AK Preistest: Telefonieren übers Web - Ersparnisse sind drinnen!

Aber: Mögliche Mängel bei Gesprächsqualität und Sicherheit mitbedenken

Wien (OTS) - Klare Vorteile, aber mitunter auch Nachteile bei VoIP
- Voice over IP, also beim Telefonieren übers Internet. "VoIP kann
herkömmliches Festnetz nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen",
resümiert AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Ein aktueller AK
Preistest von 19 untersuchten VoIP-Angeboten zeigt: Telefonieren ist
unterm Strich im Vergleich zum Festnetz billiger. Generell ist
festzuhalten: Bei Sprachqualität und Sicherheit bei den Gesprächen
gibt es technikbedingt kaum Garantien - sie können deshalb zu
wünschen übrig lassen.

"Konsumenten können mit VoIP "normal" telefonieren so wie über das
Fest- oder Mobilnetz auch", sagt Zimmer. Fürs Telefonieren übers
Internet ist ein Internet-Breitbandanschluss mit ausreichendem
Datenvolumen notwendig (eine Gesprächsstunde ohne Datenkomprimierung
verbraucht rund 70 Megabyte). In der Regel braucht man einen PC oder
ein Notebook mit Internet-Anbindung, eine kostenlose VoIP
Telefonie-Software und eine VoIP- Kennung oder eine 0720- oder
0780-Telefonnummer. Voraussetzung beim Telefonieren ist, dass der
Angerufene online ist. Es gibt aber auch bereits unabhängige
Hardware, etwa SIP-fähige Telefone, die keinen PC oder kein Notebook
voraussetzen.

Der AK Test zeigt: Beim Telefonieren kommen KonsumentInnen mit
VoIP billiger weg: Wer von VoIP zu VoIP des gleichen Anbieters
anruft, zahlt gar keine Gesprächsgebühren. Bei den Minutenpreisen
gibt es im Vergleich zu den herkömmlichen Festnetzpreisen
erstaunliche Unterschiede: Wer innerhalb Österreichs übers Internet
anruft, kann im Schnitt um sieben bis 46 Prozent billiger plaudern
als im Festnetz. Dabei kommt es darauf an, wann telefoniert wird, in
welche Region gerufen wird, und ob eine Festnetz- oder Handynummer
angerufen wird. Wer im Ausland eine Festnetznummer anwählt - etwa
Schweiz, Italien oder Deutschland - kann durchschnittlich um rund 75
Prozent günstiger telefonieren als von einem Festnetzanschluss. Bei
sieben der 18 untersuchten VoIP-Angebote werden zusätzlich monatliche
Grundgebühren verrechnet - ein bis 18 Euro pro Monat.

"Beim Telefonieren kann es zu Aussetzern oder Echos kommen", so
Zimmer. Denn die Qualität oder Erreichbarkeit eines VoIP-Anschlusses
kann durch eine beschränkte Bandbreite der Anbieter beeinflusst
werden, die während Spitzenzeiten ausgelastet sein kann.

"Bei den Gesprächen haben Konsumenten keine verlässliche
Sicherheit. Es ist leichter möglich, sie abzuhören, aufzuzeichnen
oder zu manipulieren", warnt Zimmer. Die Telefonate zwischen zwei
Gesprächsteilnehmern können zwar verschlüsselt werden. Das wird aber
meist seitens der VoIP-Anbieter und Hersteller von Hard- und Software
nicht unterstützt. Für die Verschlüsselung ist eine zusätzliche
Bandbreite erforderlich, die wiederum die Sprachqualität negativ
beeinflussen könnte.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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