- 02.05.2012, 09:52:39
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GLOBAL 2000: Recht auf saubere Luft muss Vorrang haben
UmweltschützerInnen fordern rasche Umsetzung von Maßnahmen gegen Feinstaub.
Wien (OTS) - Heute wird vom steirischen Verkehrslandesrat Gerhard
Kurzmann (FPÖ) ein runder Tisch zur Umweltzone in Graz abgehalten. Es
geht hierbei um die Verringerung von Feinstaub. Er ist krebserregend,
führt zu Atemwegserkrankungen und verringert laut einer Studie des
Umweltbundesamtes die Lebenserwartung der BürgerInnen in Graz im
Schnitt um elf Monate. Für GLOBAL 2000 ist daher klar: "Das Recht auf
saubere Luft muss Vorrang haben! Die Gesundheit der BürgerInnen darf
nicht länger aufs Spiel gesetzt werden, stattdessen muss die Politik
endlich gegen die so gefährliche Luftverschmutzung vorgehen. Wir
erwarten uns daher auch von Verkehrslandesrat Kurzmann, der sich
bislang gegen eine Umweltzone in Graz stemmt, endlich ein Umdenken",
sagt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.
Die steirische Landeshauptstadt ist besonders von erhöhten
Feinstaubwerten betroffen: Messungen des Umweltbundesamtes haben
ergeben, dass die erlaubten 35 Grenzwertüberschreitungen pro Jahr
bereits Anfang Mai in allen Grazer Messstationen nahezu ausgeschöpft
sind: "Die Messwerte für Graz sind alarmierend. Die Politik muss bis
zum Herbst wirksame Maßnahmen ergreifen, um für die Bevölkerung eine
spürbare Entlastung zu erreichen. Sonst droht im kommenden Winter die
nächste Feinstaubkrise", warnt Wahlmüller.
GLOBAL 2000 ist vorsichtig optimistisch, weil wachsende Unterstützung
der Politik sichtbar wird. Spät, aber doch hat Umweltminister
Berlakovich jetzt die Rechtsgrundlagen für die Einführung von
Umweltzonen geschaffen. Die sogenannte "Plakettenverordnung" tritt
mit 1. September in Kraft und ermöglicht es den Bundesländern,
sinnvolle Verkehrsmaßnahmen zu ergreifen. "In vielen europäischen
Städten schützen Umweltzonen die BürgerInnen längst vor Feinstaub,
nur Österreich hinkt hinterher. Die österreichische Politik muss
jetzt aufs Tempo drücken, um den Vorrang für saubere Luft auch
hierzulande endlich durchzusetzen", erklärt Wahlmüller abschließend.
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 Lydia Matzka-Saboi/Nunu Kaller Pressesprecherinnen Tel.: +43 699 14 2000 26 / +43 699 14 2000 20 mailto:[email protected] www.global2000.at
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