• 27.04.2012, 14:04:33
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LH Pröll präsentiert Studie zum Kultur- und Landesbewusstsein in NÖ

"Für 88 Prozent der Bevölkerung ist Niederösterreich ein echtes Kulturland"

St. Pölten (OTS/NLK) - Nachdem sich im Rahmen der
niederösterreichischen Kulturoffensive zum Ausbau der Infrastruktur
und zur Weiterentwicklung einer lebendigen Kulturszenerie eine Studie
der Donau-Universität vor einem Jahr dem Thema Kultur als
Wirtschaftsfaktor gewidmet und dabei Ergebnisse wie jenes zu Tage
gebracht hat, dass die NÖ Kulturförderung in einem Jahr
Ausgabeneffekte von einer Milliarde Euro nach sich zieht und damit
12.000 Arbeitsplätze schafft bzw. sichert, wurden nun in einer
weiteren Studie die "weichen" Effekte der Kulturpolitik und damit die
Auswirkungen auf Lebensqualität, Zufriedenheit und Selbstverständnis
abgefragt.

Beauftragt wurde damit das GfK, dessen Leiter Prof. Dr. Rudolf
Bretschneider die Studie heute, Freitag, 27. April, in St. Pölten
gemeinsam mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll präsentierte. "Dass
Kultur dank der jahrzehntelangen intensiven Anstrengungen seitens des
Landes mittlerweile einen hohen Stellenwert genießt, zeigt sich u. a.
daran, dass 88 Prozent der Bevölkerung Niederösterreich für ein
echtes Kulturland halten, 80 Prozent die Kultur als wichtig für
Niederösterreich einstufen und 90 Prozent keine Budgetkürzungen bei
der Kultur in Niederösterreich wollen", betonte dabei der
Landeshauptmann.

In Bezug auf den Wohlfühlfaktor Kultur meinte Pröll: "85 Prozent
der Landsleute bewerten das Kulturangebot in ihrer Region als
positiv. Das bestätigt unsere kulturpolitische Philosophie, Kultur
vor der Haustür zu ermöglichen, etwa mit dem Viertelfestival, dem
sich über das ganze Land erstreckenden NÖ Theaterfest oder auch den
Sommerkinos."

Im weiteren hob der Landeshauptmann hervor, dass sich vier Fünftel
der Menschen in Niederösterreich über das Kulturangebot gut
informiert zeigen und dieses überdies als moderner geworden
einschätzen: Für 96 Prozent hat sich das Kulturangebot verbessert
oder ist auf hohem Niveau gleich gut beblieben, am bekanntesten sind
die Schallaburg, die NÖ Landesausstellungen, Festspielhaus,
Landestheater und Landesmuseum in St. Pölten, die Kunstmeile Krems
sowie Grafenegg. "Dass neben Klassikkonzerten auch Ausstellungen
zeitgenössischer Künstler mehr Zuspruch erfahren als früher, bestärkt
uns in der Motivation, nicht nur dem Mainstream zu folgen, sondern
auch die Avantgarde zu betonen", so Pröll.

Zusammenfassend meinte der Landeshauptmann: "Die Studie zeigt,
dass das Kulturangebot von den Menschen hoch geschätzt und
entsprechend unterstützt wird, dass die Landsleute der Kultur einen
hohen Stellenwert sowie positive Auswirkungen auf die persönliche
Lebensqualität und das Selbstverständnis des Landes zuschreiben und
dass das niederösterreichische Kulturangebot im Vergleich zu früher
als moderner, urbaner und abwechslungsreicher eingestuft wird."

Bretschneider, der bereits 1986 eine derartige Studie durchgeführt
hatte, meinte, dass in dieser Zeit der Besuch von Blasmusikkonzerten,
Volkstanzfesten etc. zwar deutlich zurückgegangen, aber immer noch
stark ausgeprägt sei, dass im Gegenzug klassische Konzerte,
kulturhistorische Ausstellungen u. a. klare Zuwächse verzeichnen
konnten und dass sich der Kreis völlig kulturabstinenter Menschen
deutlich reduziert habe. In Bezug auf den subjektiven
Informationsgrad sprach er von einem Quantensprung in der Bekanntheit
kultureller Veranstaltungen, seit 1986 habe sich die Zahl hier nahezu
verdoppelt. Befragt wurden im November 2011 insgesamt 1.028 Personen
unter Entwicklung eines Wohlfühlindikators, nach dem in Summe 87
Prozent der Bevölkerung ihr Wohlbefinden in Niederösterreich zum
Ausdruck gebracht haben.

Nähere Informationen bei der Abteilung Kunst und Kultur beim Amt
der NÖ Landesregierung unter 02742/9005-13006, Mag. Alexandre
Tischer, e-mail [email protected].

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12175
www.noe.gv.at/nlk

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