- 26.04.2012, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Kleine Medienkunde"
Wolfgang Fellner und Werner Faymann: Wer benutzte hier wen?
Wien (OTS) - Wie mutig ist der parlamentarische
Untersuchungsausschuss? Experten äußerten den Verdacht des
Amtsmissbrauchs durch den damaligen Verkehrsminister Werner Faymann.
Ließ der Ressortchef seinerzeit Druck auf staatsnahe Betriebe wie ÖBB
und Asfinag ausüben, damit große Summen für Inserate und
Druckkostenbeiträge an Boulevardmedien fließen? Oder wurde Faymanns
Name vom Herausgeber einer Zeitung, die ihren Titel mit dem Land
gleichsetzt, missbraucht, um an Inseratengeld zu kommen? Es wäre eine
Beitrag zur politischen Hygiene, das im Ausschuss endgültig zu
klären.
10.000 Euro Druckkostenbeitrag der Telekom an das ÖAAB-Magazin
standen am Pranger. Aber was ist mit dem dicht geknüpften medialen
Beziehungsgeflecht der SPÖ, wo Hunderttausende Euro flossen (und
fließen)?
Bei dieser Gelegenheit könnte der U-Ausschuss der interessierten
Öffentlichkeit gleich auch noch Nachhilfe in Sachen Medienkunde
geben. Wer für das erwähnte Blatt den Geldhahn aufdreht, dem sprudelt
Zustimmung entgegen. Wer ihn sperrt, steht auf der Feindesliste. Am
Beispiel Asfinag lässt sich das prächtig nachvollziehen.
Wahrscheinlich kein Fall für die Justiz. Aber einer für den
U-Ausschuss.
Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601
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