- 25.04.2012, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Erst denken, dann reden"
Die verbale Hysterie der FPÖ nimmt zu, eigene Fehler darf es nicht geben
Wien (OTS) - Keine Partei ist so brutal im Austeilen wie die FPÖ.
Die Regierung sei "machtgeil" und "totalitär", die SPÖ regiere so
"diktatorisch wie die kommunistische DDR". Das sind nur ein paar
Wortmeldungen der letzten Stunden. Und korrupt sind sowieso alle,
außer die "Anständigen und Fleißigen" in der FPÖ.
Nur findet man die nicht immer auf den ersten Blick.
Bei Gernot Rumpold etwa, Jörg Haiders Mann fürs Grobe, gilt die
Unschuldsvermutung in ganz besonderem Maß. Die Art und Weise, wie er
Geld verdient hat, beschäftigt die Staatsanwälte schon lange. Nach
dem KURIER-Bericht von gestern muss geklärt werden, warum die Telekom
600.000 Euro für ein paar Blätter Papier überwiesen hat.
Würde die FPÖ ihre Worte gegenüber den anderen Parteien ernst
nehmen, hätte sie spätestens heute diesen Betrag auf ein
Treuhandkonto überweisen müssen.
Auch in der Kommentierung einer ORF-Reform fällt die FPÖ aus dem
Rahmen. Wenn der Parteisekretär Kickl von "struktureller Gewalt"
spricht, die die Regierung plane, dann soll er sich ans Jahr 1994
zurückerinnern. Da ist Jörg Haider mit ein paar starken Burschen ins
Landesstudio Klagenfurt eingedrungen. Mit realer Gewalt. Abrüstung
der Worte wäre ein Anfang.
Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601
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