• 24.04.2012, 10:30:17
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Schwerhörigkeit ist häufigste Berufskrankheit - GRAFIK

Zahl leicht rückläufig

Wien (OTS) - Rund eine halbe Million Österreicher arbeitet an
einem Lärmarbeitsplatz. Jährlich werden etwa 900 Berufskrankheiten
wegen einer durch Lärm verursachten Schwerhörigkeit von der AUVA
anerkannt. Damit gehört Schwerhörigkeit zu den häufigsten
Berufskrankheiten. Betroffen sind fast ausschließlich Männer und hier
wiederum die metallverarbeitende Industrie gefolgt von der
Baubranche.

Die AUVA stellt erfreulicherweise rückläufige Tendenzen fest:
"Informationsmaßnahmen und konkrete Beratung von Unternehmen zur
lärmminderen Gestaltung der Arbeitsplätze tragen Früchte," stellt
Obfrau KR Renate Römer fest. Die versicherten Betriebe werden von den
Fachleuten der AUVA umfassend und kostenlos betreut. Die AUVA hat
allein im Jahr 2011 die Lärmbelastung in über 1.300 Betrieben
gemessen, und rund 40.000 lärmexponierte Arbeitnehmer wurden
audiometrisch untersucht.

Um die richtigen lärmreduzierenden Maßnahmen setzen zu können,
misst die AUVA zuerst die Intensität des vorhandenen Lärms und plant
danach die entsprechenden Maßnahmen. Dazu werden modernste Geräte und
Analysemethoden eingesetzt: Mit Simulations-programmen berechnen die
Experten die Verteilung des Schalldruckpegels im Raum und erstellen
Lärmkarten. Diese werden vor allem in der Planungsphase einer Halle
oder vor dem Aufstellen einer neuen Maschine oder Anlage gemacht, um
damit den Lärmschutz miteinplanen zu können.

Besteht die Lärmquelle bereits, kann mit einer akustischen Kamera
sichtbar gemacht werden, welche Komponente am lautesten ist.
Schalldämpfende Elemente wie Schallschutzkapseln, Schallschutzwände
oder größere raumakustische Veränderungen können so exakt geplant
werden. Wo die technischen Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg
führen, berät die AUVA über persönliche Gehörschutzmaßnahmen mit
Ohrstöpseln oder Kapselgehörschützern. Diese sind heute in
vielfältiger und ganz individuell angepasster Art verfügbar.

Ziel der Unternehmen sollte sein, so Dr. Wilhelm Wahler,
Lärmexperte der AUVA, den Lärm nachhaltig auf unter 85 dB zu
reduzieren. Denn Dauerlärm von mehr als 85 dB gefährde das Gehör
akut. "Schwerhörige Menschen hören noch, aber sie verstehen schwerer,
weil im betroffenen Frequenzbereich Sprachelemente nicht mehr
unterschieden werden können", so Wahler.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,6 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 440.000 Selbständige
sowie 1,4 Millionen Schüler und Studenten. Die AUVA finanziert ihre
Aufgaben als soziale Unfallversicherung aus Pflichtbeiträgen der
Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA
- die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten
senkt die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche
Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von
Unfallopfern am wirksamsten.

Grafik(en) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM /
Originalgrafik-Service sowie im OTS-Grafikarchiv unter http://grafik.ots.at

Rückfragehinweis:

Mag. Andreas Lexer
   AUVA-Pressesprecher 
   Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien
   Fon: +43 1 33 111 - 962
   Mobil: +43 664 808 69 170
   Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAU

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