- 23.04.2012, 14:41:03
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AKNÖ: "Unkompliziert, superschnell und top verzinst gibt's nicht!"
NÖ KonsumentInnen fallen immer häufiger auf dubiose Kreditvermittler herein
Wien (OTS) - Die AKNÖ warnt eindringlich vor Versprechungen einer
schnellen und günstigen Kreditvermittlung aus dem Internet. In Not
geratene Kreditsuchende werden dabei dreist abgezockt.
Die Not der Kreditsuchenden wird beinhart ausgenutzt. Dubiose
Kreditvermittler, die bei oberflächlicher Betrachtung einen schnellen
und unkomplizierten Kredit anbieten, treiben ihr Unwesen. Auch Monika
S. aus dem Bezirk Neunkirchen ist über die Internetseite
powerkredit.at so einem Kreditvermittler auf den Leim gegangen. Da
Frau S. Bezieherin einer Mindestpension und ihr Mann arbeitslos ist,
hat ihre Hausbank ihren Kreditwunsch in Höhe von 150.000 Euro
abgelehnt. Doch die Kreditvermittlung im Internet entpuppte sich
zunehmend als dreiste Abzocke. Bereits für den ersten Anruf zur
Kontaktaufnahme entstanden für Frau S. durch die Mehrwertnummer und
die lange Warteschleife enorm hohe Kosten. Für das Zusenden des
Vertrages und weiterer Unterlagen per Nachnahme verlangte die
Schweizer Kreditvermittlungsfirma "House of Finance" von der
Niederösterreicherin rund 850 Euro. Bis zum Schluss hoffte Frau S.
doch noch ihren Kredit zu erhalten und überwies das Geld. Was dann
kam, war kein Kredit sondern ein Vertrag zur "Finanzsanierung".
AKNÖ-Konsumentenexperte Ernst Hafrank kennt diesen Ablauf: "Die
Kreditvermittler führen KonsumentInnen so in die Irre, dass diese
zunächst glauben, einen Kredit von der Firma zu erhalten. Nachdem die
KonsumentInnen bereits Geld überwiesen haben, stellt sich heraus,
dass unter dem Angebot der "Finanzsanierung" bloß ein Vertrag zu
einer Schuldnerberatung mit monatlich anfallenden Gebühren zustande
kommt. Hätte die Konsumentin von Beginn an genau nachgelesen, wäre es
überhaupt nicht dazu gekommen."
Hafrank: "Keine seriöse Kreditvermittlung"
"Bei solchen Angeboten handelt es sich um keine seriöse
Kreditvermittlung", warnt Hafrank. Die vermeintlichen
Kreditvermittler seien vor allem darauf aus, den verzweifelten
Kreditsuchenden möglichst lange zappeln zu lassen, um daraus Profit
zu schlagen. Da viele dieser Firmen ihren Sitz außerhalb der EU haben
und oft ausländische Rechtsgrundlagen vereinbart werden, mache das
den Vertragsausstieg oder eine Rückforderung bezahlter Beträge oft
sehr schwierig. Der Experte rät: "Finger weg von allzu verlockend
klingender Kreditvermittlung und genau nachlesen. Den
unkomplizierten, superschnellen, günstigen und obendrein top
verzinsten Kredit gibt's nicht. Bei Verschuldung ist man besser
beraten, eine öffentliche Schuldnerberatungsstelle aufzusuchen." Die
AKNÖ-ExpertInnen helfen Frau S. und ihrem Mann dabei, das bereits
überwiesene Geld doch noch zurückzubekommen. Unter
arbeiterkammer.at/konsument "Achtung Falle - Vorsicht bei
Finanzsanierung" gibt es eine Liste von bisher bekannten Unternehmen,
vor denen die AKNÖ eindringlich warnt sowie Musterbriefe für den
Rücktritt von solchen Verträgen.
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Konsumentenberatung
Ernst Hafrank
Tel.: 01/58883-1310
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