• 23.04.2012, 12:05:21
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Mausklick statt Mausversuch!

Tierschutzstiftung: Indien als Vorbild nehmen

Wien (OTS) - Der 24. April ist der Internationale "Tag des
Versuchstiers" - Tierversuche fordern alleine in Österreich jährlich
über 200.000 Tierleben. Und das ist lediglich die offizielle Zahl.
Die Dunkelziffer liegt weit höher, zumal nicht jeder Eingriff
automatisch als Tierversuch gilt. Das zu beurteilen obliegt den
jeweiligen VersuchsleiterInnen - je nachdem, ob sie der Ansicht sind,
das Experiment belaste das Tier oder nicht. Wirbellose Tiere werden
in der offiziellen Statistik nicht mal gelistet.

Mäuse sind mit etwa 170.000 Tieren die am häufigsten eingesetzten
Lebewesen, gefolgt von den "Versuchskaninchen" mit 16.500 und Ratten
mit 8.800. Aber auch Schweine, Hunde, Katzen, Meerschweinchen u.a.
müssen quälerische Prozeduren über sich ergehen lassen.

Alexander Willer, Kampagnenleiter der Tierschutzstiftung:
"Versuche an lebenden Tieren sind nicht nur ethisch abzulehnen, sie
bringen auch wissenschaftlich wenig, da das Tiermodell nicht eins zu
eins auf den Menschen übertragbar ist. Umwelteinflüsse, Ernährung,
Stress, genetische Prädisposition, all diese komplexen Zusammenhänge
können bei der simplen Untersuchung am Versuchstier nicht
berücksichtigt werden."

Willer weiter: "Wenn Österreich wirklich innovativ am Sektor
Biotechnologie tätig sein möchte, ist es hoch an der Zeit, die
Alternativmethoden im Reagenzglas (in-vitro) oder am Computermodell
(in-silicio) gehörig zu fördern. Was bisher in diese Richtung
geschieht, hat den Charakter einer Alibihandlung."

Ein gutes Beispiel für moderne Forschung setzte vor kurzem Indien.
Wie die "India Times" am 21.April 2012 berichtete, hat die Regierung
die Forschungseinrichtungen an Colleges und Universitäten angewiesen,
Experimente an Tieren einzustellen und stattdessen auf
Computermodelle zu setzen.

"Mausklick statt Mausversuch! Das ist wissenschafts- und
tierfreundlich", schließt Willer.

Rückfragehinweis:
Tierschutzstiftung
Tel.: 0650/ 6123325

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