Priester sollen heiraten dürfen: 82 Prozent gegen den Zölibat

Karmasin-Umfrage im Auftrag von "Heute" in der heute, Montag, erschienenen Ausgabe von "Heute" - inklusive Daten aus den Bundesländern

Wien (OTS) - Eine überwältigende Mehrheit der Österreicher ab 16 Jahren spricht sich gegen die Ehelosigkeit von Priestern aus. 82 Prozent sind für die Abschaffung des Zölibats. Nur elf Prozent halten das Gebot zur sexuellen Enthaltsamkeit für sinnvoll. Sieben Prozent machten keine Angabe.

Das ergibt eine aktuelle Umfrage von Karmasin Motivforschung im Auftrag von "Heute" (Sample: 800, Befragungszeitraum: Kalenderwoche 16 im Jahr 2012).

Katholizismus-Experte Hubert Feichtlbauer im "Heute"-Gespräch:
"Der Zölibat sollte nicht völlig abgeschafft werden. Aber wenn jemand Priester werden und gleichzeitig eine Frau haben will, sollte das möglich sein". Jeder Priester könnte dann mit offenen Karten spielen.

Am skeptischsten steht man dem Zölibat in Oberösterreich und Salzburg gegenüber: Hier sind nur fünf Prozent für die Beibehaltung, 86 Prozent für die Abschaffung.

In Tirol und Vorarlberg sind 73 Prozent gegen das Eheverbot, 15 Prozent dafür.

Wien: 82 Prozent für die Abschaffung, elf Prozent dagegen.

Niederösterreich und Burgenland: 85 Prozent für die Abschaffung, zehn Prozent für die Beibehaltung des Zölibat.

Steiermark und Kärnten: 79 Prozent sind für das Zölibat-Aus, 15 Prozent halten die Regel für sinnvoll.

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