• 19.04.2012, 10:52:45
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Heeresreform: Bundesheer spart 750 gepanzerte Fahrzeuge ein

Fähigkeiten werden an realistische Einsatzszenarien angepasst

Wien (OTS/BMLVS) - Wie bereits im November 2011 der breiten
Öffentlichkeit bekannt gegeben, reduziert das Österreichische
Bundesheer in den kommenden Jahren etwa zwei Drittel seines schweren
Geräts. Dazu zählen verschiedene Panzerarten, Panzerartillerie und
Fliegerabwehrkanonen. Mit diesem Reformschritt wird der aktuellen und
zukünftigen Bedrohungslage Rechnung getragen. Das Bundesheer trennt
sich von militärischem Gerät, das nicht mehr gebraucht wird. Alle
Waffengattungen bleiben bestehen. Die Kapazitäten werden reduziert,
um die militärischen Fähigkeiten an realistische Einsatzszenarien
anzugleichen. Als logische Konsequenz daraus wird sinnvollerweise die
Ausbildung des Personals in den betroffenen Waffengattungen Panzer,
Artillerie und Fliegerabwehr angepasst.

Wie Streitkräftekommandant, Generalleutnant Günter Höfler, gestern,
Mittwoch, in einer Aussendung betont hat, wäre es "völlig
unwirtschaftlich, einen Überbestand an Unteroffizieren in diesen
Waffengattungen auszubilden." Das Bundesheer hat zurzeit für die im
Bestand befindlichen Panzer und Geschütze genug geschulte und gut
trainierte Unteroffiziere. Die Waffen-, Geräte-, Schieß- und
Fahrausbildung dieser Waffengattungen werden jedoch ebenso
unverändert weitergeführt wie die Offiziersausbildung.

Strukturreform: Zwei Drittel des schweren Geräts werden abgebaut

Bis 2014 werden rund 750 von derzeit 1.150 gepanzerten Fahrzeugen des
Österreichischen Bundesheeres ausgesondert. Die Panzer werden
entweder verkauft, verschrottet oder für die Gewinnung von
Ersatzteilen verwendet. Durch die Verwertung sind bis 2014 Einnahmen
von 17 Millionen Euro zu erwarten. Bei den Betriebskosten kann, laut
Expertenschätzungen, mit mittel- und langfristigen Einsparungen von
mehr als 15 Millionen Euro jährlich gerechnet werden. Komplett
ausgesondert werden der Jagdpanzer Kürassier, der Bergepanzer M578
der Schützenpanzer Saurer. Die Kampfpanzerflotte Leopard II wird
halbiert, von der Panzerhaubitzen M109 bleibt rund ein Viertel
bestehen. Zur Gänze im Bestand bleiben die Schützenpanzer Ulan, der
Radpanzer Pandur sowie die Masse der Berge- und Pionierpanzer.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
   Mag. Stefan Hirsch, Pressesprecher des Bundesministers
   Tel.: 050201-1020145
   mailto:[email protected]
   
   oder
   Kommunikation/Presse
   Tel: +43 664-622-1005
   [email protected]
   http://www.bundesheer.at

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