Heeresreform: Bundesheer spart 750 gepanzerte Fahrzeuge ein

Fähigkeiten werden an realistische Einsatzszenarien angepasst

Wien (OTS/BMLVS) - Wie bereits im November 2011 der breiten Öffentlichkeit bekannt gegeben, reduziert das Österreichische Bundesheer in den kommenden Jahren etwa zwei Drittel seines schweren Geräts. Dazu zählen verschiedene Panzerarten, Panzerartillerie und Fliegerabwehrkanonen. Mit diesem Reformschritt wird der aktuellen und zukünftigen Bedrohungslage Rechnung getragen. Das Bundesheer trennt sich von militärischem Gerät, das nicht mehr gebraucht wird. Alle Waffengattungen bleiben bestehen. Die Kapazitäten werden reduziert, um die militärischen Fähigkeiten an realistische Einsatzszenarien anzugleichen. Als logische Konsequenz daraus wird sinnvollerweise die Ausbildung des Personals in den betroffenen Waffengattungen Panzer, Artillerie und Fliegerabwehr angepasst.

Wie Streitkräftekommandant, Generalleutnant Günter Höfler, gestern, Mittwoch, in einer Aussendung betont hat, wäre es "völlig unwirtschaftlich, einen Überbestand an Unteroffizieren in diesen Waffengattungen auszubilden." Das Bundesheer hat zurzeit für die im Bestand befindlichen Panzer und Geschütze genug geschulte und gut trainierte Unteroffiziere. Die Waffen-, Geräte-, Schieß- und Fahrausbildung dieser Waffengattungen werden jedoch ebenso unverändert weitergeführt wie die Offiziersausbildung.

Strukturreform: Zwei Drittel des schweren Geräts werden abgebaut

Bis 2014 werden rund 750 von derzeit 1.150 gepanzerten Fahrzeugen des Österreichischen Bundesheeres ausgesondert. Die Panzer werden entweder verkauft, verschrottet oder für die Gewinnung von Ersatzteilen verwendet. Durch die Verwertung sind bis 2014 Einnahmen von 17 Millionen Euro zu erwarten. Bei den Betriebskosten kann, laut Expertenschätzungen, mit mittel- und langfristigen Einsparungen von mehr als 15 Millionen Euro jährlich gerechnet werden. Komplett ausgesondert werden der Jagdpanzer Kürassier, der Bergepanzer M578 der Schützenpanzer Saurer. Die Kampfpanzerflotte Leopard II wird halbiert, von der Panzerhaubitzen M109 bleibt rund ein Viertel bestehen. Zur Gänze im Bestand bleiben die Schützenpanzer Ulan, der Radpanzer Pandur sowie die Masse der Berge- und Pionierpanzer.

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