• 16.04.2012, 09:47:57
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GLOBAL 2000: BM Berlakovich muss giftige Maisbeize verbieten und Bienen schützen

Experten-Hearing vor dem Agrarausschuss soll politische Konsequenzen des MELISSA-Reports aufzeigen.

Wien (OTS) - Der Zusammenhang zwischen dem Einsatz von
neonicotinoiden Saatgutbeizmitteln in der Mais-Monokultur und dem
Bienensterben ist in der Wissenschaft schon in zahlreichen Studien
belegt. Die jüngst veröffentlichten Ergebnisse des MELISSA-Projekts
der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
(AGES) kommen auch zu diesem Ergebnis. Morgen soll ein
ExpertInnen-Hearing den VertreterInnen aller Parteien helfen, die
politisch richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. "Minister
Berlakovich hat es bislang verabsäumt, gegen das Bienensterben
wirksame Maßnahmen zu setzen. Das zeigt die AGES-Studie eindeutig:
Allein der Verzicht auf die bienengefährlichen Maisbeizmittel kann
das Bienensterben stoppen," sagt GLOBAL 2000-Umweltchemiker DI Dr.
Helmut Burtscher.

Nach einer Präsentation der Studie durch die AGES werden Helmut
Burtscher und zwei weitere Experten den ParlamentarierInnen darlegen,
welche Schlüsse aus dem objektiven Zahlen- und Datenmaterial des
dreijährigen Forschungsprojekts MELISSA gezogen werden können. GLOBAL
2000 hatte bereits 2008 gemeinsam mit dem damaligen Obmann des
österreichischen Imkerbunds, Josef Ulz, und dem Obmann des
Erwerbsimkerbunds, Josef Stich, vom Landwirtschaftsminister ein
sofortiges Verbot der bienengefährlichen Mais-Saatgutbeizen nach
deutschem Vorbild gefordert. Statt einem Verbot setzte der Minister
auf eine genaue Untersuchung der Ursachen des Bienensterbens. "Die
Ergebnisse der Studie liegen jetzt auf dem Tisch und bestätigen
unsere Forderung nach einem Verbot dieser Saatgutbeizen.
Zwischenzeitlich haben auch alle Oppositionsparteien einen Antrag auf
Verbot in den Nationalrat eingebracht. Daher bin ich zuversichtlich,
dass sich jetzt auch die Regierungsparteien für den Bienenschutz
stark machen und in Österreich den Einsatz von bienengefährlichen
Mitteln unterbinden werden, wie dies in Deutschland, Italien und
Slowenien bereits seit Jahren der Fall ist", so Burtscher
abschließend.

Rückfragehinweis:

GLOBAL 2000 / Friends of the Earth Austria
   Pressesprecherinnen:
   Mag. Lydia Matzka-Saboi & Mag. Nunu Kaller
   Tel.: 0699/14 2000 26 und 0699/14 2000 20
   E-Mail: [email protected]
   
   GLOBAL 2000 Umweltchemiker:
   DI Dr. Helmut Burtscher
   Tel.: 0699/14 2000 34
   E-Mail: [email protected]

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