- 13.04.2012, 13:15:24
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Mitterlehner: "Familienfreundlichkeit ausbauen"
Wirtschafts- und Familienminister mit "Zukunftsforum Familie & Wirtschaft" in der Steiermark - Familienfreundlichkeit erhöht die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig
Graz (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Familienminister Reinhold
Mitterlehner war am Donnerstagabend mit dem "Zukunftsforum Familie &
Wirtschaft" in Graz zu Gast. Mit dieser Veranstaltungsreihe in den
Bundesländern wirbt Mitterlehner für mehr Familienfreundlichkeit in
Unternehmen und damit eine leichtere Vereinbarkeit von Familie und
Beruf. "Allein schon aufgrund des demographischen Wandels und des
Fachkräftebedarfs wird es für Österreichs Wirtschaft immer wichtiger,
Familienfreundlichkeit als ihr Markenzeichen zu etablieren. Wer
flexible Modelle für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
umsetzt, wird attraktiver für qualifizierte Mitarbeiter und
verschafft sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile", betonte
Mitterlehner. "In familienorientierten Betrieben steigt die
Motivation, gehen die Krankenstände zurück und funktioniert die
Mitarbeiterbindung besser."
Beim Zukunftsforum bei der Steiermärkischen Bank und Sparkasse
verwies Mitterlehner auch auf die kommende Einführung des neuen
"Berufundfamilie-Index". Dabei handelt es sich um ein
wissenschaftlich fundiertes Management-Instrument zur Messung und
Vergleichbarkeit des betrieblichen Familienbewusstseins. "Künftig
können Unternehmen über ein Online-Tool laufend prüfen, wie
familienbewusst ihre Personalpolitik tatsächlich ist", erläuterte
Mitterlehner. Der neue "Berufundfamilie-Index" wird im Mai
vorgestellt.
Rund 120 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie zahlreiche weitere
Interessierte informierten sich beim Zukunftsforum aus erster Hand
über die Vorteile von mehr Familienfreundlichkeit. "Eine
familienbewusste Unternehmenskultur erhöht die Wahlfreiheit und
schafft für jede Lebenslage die richtigen Rahmenbedingungen. Daher
wollen wir die Betriebe beim Thema Vereinbarkeit noch stärker ins
Boot holen und die Umsetzung flexibler Modelle unterstützen", sagte
Mitterlehner. Besonders bewährt habe sich in dieser Hinsicht das vom
Familienministerium durchgeführte Audit "berufundfamilie" - ein
Monitoring-Instrument zur Erhebung und Verbesserung der
Familienfreundlichkeit in Unternehmen.
Erfolgsmodelle für mehr Familienfreundlichkeit in der
Steiermark
Beim Zukunftsforum werden Vorzeigebetriebe vor den Vorhang geholt, um
anderen Unternehmen Mut zu neuen familienfreundlichen Maßnahmen zu
machen. Eines davon ist die Steiermärkische Sparkasse. "Die
Steiermärkische Sparkasse legt großen Wert darauf, ihren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein förderndes Umfeld für die
Vereinbarkeit von Job und Familie anzubieten. Nur wenn der Job nicht
zu Lasten der Familie aber auch die Familie nicht zu Lasten des Jobs
geht, kann aufrichtige Identifizierung mit dem Arbeitgeber und
nachhaltige Motivation für die professionellen Aufgaben geschaffen
werden. Nicht umsonst wird das Arbeitsumfeld bei vielen erfolgreichen
Unternehmen oft als "Familie" bezeichnet. In diesem Kontext freuen
wir uns sehr über die wiederholte Auszeichnung als frauen- und
familienfreundlichster Betrieb für 2011. Aber neben den Stimmen der
Fachjury sind die Stimmen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
ebenso wichtig. Mit einer fast hundertprozentigen Rückkehrquote aus
der Karenz seit vielen Jahren, wird unserem Haus eine klare
Anerkennung für die Bemühungen auf diesem Gebiet ausgesprochen,
betont Vorstandsdirektor Sava Dalbokov. Neben der Steiermärkischen
Sparkasse haben beim Zukunftsforum auch Robert Rogner von der Spa
Therme Blumau, Gerhard Hubner vom Wirtschaftstreuhänder Hubner &
Allitsch sowie Michael Schaller von der sustainable Agentur für
Nachhaltigkeit über die Modelle für Familienfreundlichkeit in ihren
Betrieben gesprochen.
Der Familienforscher Wolfgang Mazal analysierte beim Zukunftsforum
die betriebswirtschaftlichen Chancen und Herausforderungen von
familienorientierten Angeboten. "Es gibt bei der Vereinbarkeit kein
Patentrezept, aber einen Königsweg: das Audit "berufundfamilie". Denn
es braucht Lösungen, die auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt
sind", betonte Mazal. "Nützen Sie daher die Chance auf ein Investment
in stabile, effiziente und motivierte Arbeitskräfte."
Ein Foto von der Veranstaltung ist auf der Homepage des
Wirtschaftsministeriums unter www.bmwfj.gv.at in der Rubrik "Presse"
im Anschluss an diesen Text verfügbar.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Mag. Waltraud Kaserer Pressesprecherin des Ministers Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34 mailto:[email protected] www.bmwfj.gv.at
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