Zum Tod von KS Margarita Lilowa und KS Heinz Holecek

Wien (OTS) - Die Wiener Staatsoper trauert um zwei große Künstlerpersönlichkeiten und langjährige Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper: KS Margarita Lilowa ist heute, 13. April 2012, im Alter von 76 Jahren in Wien ihrer schweren Krankheit erlegen; KS Heinz Holecek ist heute, an seinem 74. Geburtstag, in Wien verstorben.

Margarita Lilowa wurde am 26. Juli 1935 in Tscherwen Briag (Bulgarien) geboren. Sie studierte Gesang und Chorleitung u. a. an der Musikakademie von Sofia und debütierte 1959 als Maddalena (Rigoletto) an der Oper von Varna. Mit Spielzeitbeginn 1962/1963 wurde sie an die Wiener Staatsoper engagiert und debütierte hier am 1. Jänner 1963 als Amneris (Aida). Insgesamt sang sie an der Wiener Staatsoper 46 Partien in 1135 Vorstellungen, darunter 143 Mal die Marcellina (Le nozze di Figaro) und 115 Mal die Annina (Der Rosenkavalier). Zu ihren weiteren Partien im Haus am Ring gehörten u. a. Azucena (Il trovatore), Bersi (Andrea Chénier), Mrs. Quickly (Falstaff), Ulrica (Un ballo in maschera), Gaea (Daphne), Lucia (Cavalleria rusticana), Buryja (Jenufa), Emilia (Otello), Filipjewna (Eugen Onegin). Zuletzt trat sie am 10. Juni 1995 als Stimme der Mutter (Les Contes d'Hoffmann) an der Wiener Staatsoper auf. Am 16. November 1984 wurde Margarita Lilowa der Berufstitel "Österreichische Kammersängerin" verliehen.
Internationale Erfolge feierte sie u. a. in London, Mailand, Paris, Berlin, Buenos Aires, Köln, Düsseldorf, Los Angeles, Montreal, Moskau und bei den Salzburger Festspielen mit Partien wie Azucena, Amneris, Ulrica oder Gräfin (Pique Dame).

Heinz Holecek wurde am 13. April 1938 in Wien geboren und studierte am Konservatorium der Stadt Wien und an der Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien. 1960 debütierte er an der Volksoper Wien und war ab 1967 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Im Haus am Ring debütierte Heinz Holecek am 16. Jänner 1962 als Papageno (Die Zauberflöte) - eine Rolle, die er insgesamt 116 Mal verkörperte. Zu seinen meistgesungenen Partien an der Staatsoper zählen außerdem u. a. Masetto (Don Giovanni), Schaunard (La Bohème), Dr. Falke und Frosch (Die Fledermaus), Bartolo (Il barbiere di Siviglia), Figaro (Le nozze di Figaro), weiters war er u. a. als Guglielmo (Così fan tutte), Leporello (Don Giovanni), Fra Melitone (La forza del destino) zu erleben. Insgesamt verkörperte er an der Wiener Staatsoper 38 Partien in 676 Vorstellungen. Sein letzter Auftritt auf der Staatsopernbühne war der Haushofmeister (Ariadne auf Naxos) am 16. November 1992. Zuletzt wirkte er im Dezember 2011 bei der Matinee anlässlich des 100. Geburtstags von Marcel Prawy mit.
Gastspiele führten Heinz Holecek u. a. nach Paris, Barcelona, Rom, Stockholm, Stuttgart, Zürich, München, Hamburg, Berlin und zu den Bregenzer Festspielen. Erfolge feierte er außerdem als Schauspieler, Wienerliedsänger und Parodist. 1977 wurde Heinz Holecek mit dem Titel "Österreichischer Kammersänger" ausgezeichnet, für seine Verdienste erhielt er außerdem das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse sowie die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold.

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