Grüne Wien/Pilz: Privatordinationen von Oberarzt Frigo zeigen Missstände bei Nebenbeschäftigungen in öffentlichen Spitälern auf

Pilz: "Frigo darf ungestraft seinen Vorgesetzten auf der Nase herumtanzen"

Wien (OTS) - Kein Verständnis für die Klagen der AKH Ärzteschaft wegen Arbeitsüberlastung hat die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz, angesichts des heute in der "Presse" bekannt gewordenen aushäusigen Engagements von Oberarzt und FPÖ-Mandatar Peter Frigo.
"Offensichtlich können es sich einige Ärzte auf Kosten der hart arbeitenden Mehrheit der KollegInnen bestens richten und ihr Einkommen durch mehrere Privatordinationen auffetten. Gleichzeitig warnt Prof. Husslein, Vorgesetzter von Frigo, vor ständiger Überlastung seines Teams in der Gynäkologie und Geburtshilfe. Da läuft offensichtlich vieles falsch. Dieser neuerliche Fall zeigt, dass die Regelung von Nebenbeschäftigungen untragbar ist und auf Kosten der PatientInnen geht", so Pilz.

Wenn nun auch vom Rektor der Medizin-Uni Wien eingestanden wird, dass es gegen Frigos Zweitordination im Salzkammergut keine Handhabe gibt, beweist dies, dass die Medizin-Uni derzeit nicht im Interesse der PatientInnen und der SteuerzahlerInnen geführt werden kann.

"Das AKH ist das teuerste Spital Österreichs und verdient, dass seine Ärzteschaft in erster Linie für die Kranken und für die Wissenschaft zur Verfügung steht. Wenn nun Frigo behauptet, dass er seine neue Ordination vor allem aus steuerlichen Gründen betreiben will, lässt sich daraus schließen, dass er aus seinen Nebenbeschäftigungen traumhafte Einkünfte lukriert. Wenn weder Klinikchef Husslein, noch Rektor Schütz im Stande sind, für ordentliche Verhältnisse zu sorgen, ist Wissenschaftsminster Töchterle gefordert, diesem Treiben sofort ein Ende zu setzen," so Pilz abschließend.

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