• 10.04.2012, 13:04:51
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WKÖ-Vize RfW-BO Amann fordert "Lehrlingsgipfel" der Regierung mit der Wirtschaft

Wenn die Wirtschaft und damit der Standort Österreich in wenigen Jahren nicht vor einem "Fachkräfte-Gau" stehen wollen, müsse jetzt akkordiert vorgegangen werden.

Wien (OTS) - "Wir brauchen dringend einen "Lehrlingsgipfel": Auf
der einen Seite gehen den Betrieben die Fachkräfte aus, der
Qualitätsgarant betriebliche Lehrlingsausbildung wird
zusammengekürzt, auf der anderen Seite fließt jährlich ein
dreistelliger Millionenbetrag in die politisch gelenkte
"Parallelwelt" der überbetrieblichen Lehrausbildungsstätten (ÜLA)",
so heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann. Wenn die
Wirtschaft und damit der Standort Österreich in wenigen Jahren nicht
vor einem "Fachkräfte-Gau" stehen wollen, müsse jetzt akkordiert
vorgegangen werden. ""Weiterwursteln" oder "Coaching-Kosmetik" ist zu
wenig, Herr Wirtschaftsminister!", so Amann.

Rund 18.000 Euro pro Jahr koste ein ÜLA-Platz den Steuerzahler, das
sei weit mehr als das Doppelte dessen, was der Staat in einen
Lehrling, der praxisnah in einem Betrieb ausgebildet wird,
investiere. In den ÜLAs, die als Auffangnetz eine gewisse
Berechtigung hätten, würden junge Menschen "verstaut", das
"behübsche" die Statistik - und die Regierung nenne das
"Ausbildungsgarantie". "Im Gegensatz dazu können die Betriebe
tatsächlich eine wirtschaftsnahe Ausbildung garantieren. Dafür wurden
sie von Rot-Schwarz zuletzt mit der Abschaffung des "Qualitätsbonus"
und der Streichung der 2.000-Euro-Prämie für neue Lehrstellen
"belohnt". Darüber täuscht auch die angebliche "Förderoffensive", die
sich fast ausschließlich in "kosmetischen" Maßnahmen erschöpft, nicht
hinweg", so Amann. Die Einführung des "Blum Bonus Neu" sei jedenfalls
die einzig echte Ausbildungs-Garantie.

Wenn sich die aktuelle Entwicklung fortsetze, würde sich die Zahl der
Lehranfänger in den kommenden 15 Jahren jedenfalls nahezu halbieren.
"Deshalb brauchen wir auch im Interesse der jungen Menschen dringend
einen Lehrlingsgipfel des Wirtschafts-, Sozial- und
Bildungsministerium mit Interessenvertretern der Wirtschaft. Dabei
müssen auch die Zahlen zu den ÜLAs auf den Tisch. Denn wie viele
junge Menschen durch eine ÜLA-"Ausbildung" auch ihren Platz in der
Wirtschaft gefunden haben, muss endlich evaluiert werden", so Amann.

Rückfragehinweis:
RfW - Bundesmedienreferat
Tel.: 01 / 408 25 20 -14
[email protected] http://www.rfw.at

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