- 10.04.2012, 12:53:41
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Landeshochbau geht voran auf dem Weg zur Energieautonomie
LH Wallner: Photovoltaikanlagen auf Landesgebäuden erzeugen Strom für 500 Haushalte
Bregenz (OTS/VLK) - Neben der Reduzierung des Energieverbrauchs in
Verkehr und Industrie sind vor allem höhere Energieeffizienz in
Gebäuden und die verstärkte Nutzung des Potentials der erneuerbaren
Energieträger gefragt, um die Energieautonomie erfolgreich
umzusetzen. Das Land Vorarlberg hat in den "101 enkeltauglichen
Maßnahmen" ehrgeizige Vorgaben bis zum Jahr 2020 gemacht und möchte
nun bei der Umsetzung in den landeseigenen Gebäuden mit gutem
Beispiel vorangehen, kündigten Landeshauptmann Markus Wallner und
Hochbaulandesrat Rainer Gögele im heutigen (Dienstag, 10. April)
Pressefoyer an.
"Hochwertig bauen und dann über viele Jahre möglichst geringe
Betriebs- und Erhaltungskosten haben - darum geht es uns", fasste
Wallner zusammen. Im Rahmen der Energieautonomie wurde unter anderem
festgelegt, dass der Wärmebedarf bei Gebäuden bis 2020 (landesweit)
um 20 Prozent gesenkt werden soll - dieses Ziel kommt auch bei
Gebäuden des Landes zur Anwendung: Bei den Landesgebäuden
(Verwaltungs-, Schulbauten, Straßenmeistereien etc.) wurde der
durchschnittliche Heizenergieverbrauch in den letzten fünf Jahren um
elf Prozent gesenkt. Der Biomasseanteil bei Wärmegewinnung konnte
seit 2006 von drei auf über acht Prozent gesteigert werden, der
durchschnittliche CO2-Ausstoß wurde im selben Zeitraum um zehn
Prozent reduziert. "Mit den nunmehr geplanten Maßnahmen wird das Ziel
von ca. 16 Prozent im Bereich Biomasse bereits 2013 erfüllt, im
Bereich CO2-Emissionen wird das Ziel bereits fast erreicht",
informiert Landeshauptmann Wallner.
Photovoltaik auf Landesgebäuden
Noch heuer werden auf Dächern von Gebäuden des Landes bzw.
landesnaher Gesellschaften und von Krankenhäusern mit
Photovoltaikanlagen ausgestattet. Insgesamt 40.000 Quadratmeter
werden auf acht Landesgebäuden installiert. "Damit können
vergleichsweise bis zu 500 Vorarlberger Haushalte ein Jahr lang mit
Strom versorgt werden", sagte Landeshauptmann Wallner. Die
Gesamtinvestitionskosten der VKW für diese Photovoltaikoffensive
belaufen sich auf ca. vier Millionen Euro.
Bereits 1000 Sonnenstrom-"Aktien" gezeichnet
Durch den Erwerb einer VKW-Sonnenstrom"Aktie" - in Form eines
Strombezugsrechtes auf 20 Jahre - können Kundinnen und Kunden aktiv
von der Energiewende und dem Ausbau von erneuerbaren Energieträger in
Vorarlberg profitieren. "Innerhalb von einer Woche waren bereits über
1.000 VKW-Sonnenstrom"Aktien" vergriffen. Die Reaktionen aus der
Bevölkerung haben uns darin bestärkt, den eingeschlagenen Weg
konsequent weiter zu gehen", so illwerke vkw-Vorstandsmitglied
Christof Germann. Mehr dazu siehe auf www.vkw.at.
Kommunalgebäudeausweis als wichtiges Steuerungselement
Hochbaulandesrat Gögele verwies darauf, dass künftig auch bei
Neubauten und Sanierungen von Landesgebäuden als Förder- und
Qualitätsteuerungsinstrument der Anfang 2011 eingeführte
Kommunalgebäudeausweis (KGA) angewendet wird: "Damit werden bei den
Landesprojekten die wichtigsten Elemente wie Prozess- und
Planungsqualität die energetische Versorgung, Gesundheit, Komfort und
Baustoffökologie berücksichtigt". Die ersten Projekte bei denen in
der Planungsphase der KGA zum Einsatz kommt, sind die Sanierung der
Landesfeuerwehrschule, das Funktionsgebäude der Schanzenanlage in
Tschagguns und die Sanierung der Landesberufsschule in Feldkirch.
Zudem werden noch heuer drei der ältesten Ölheizungszentralen in
Landesgebäuden (im Landeskonservatorium, in der Landesbibliothek und
im Landeskatastrophenzentrum) auf Biomasse umgestellt.
Rückfragehinweis:
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