- 10.04.2012, 11:36:54
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ÖAMTC: Autofahrer haben Kraftstoffverbrauch selbst in der Hand
Faktoren wie Fahrweise, Ladung, Reifendruck usw. beeinflussen Reichweite wesentlich
Wien (OTS) - Der reale Kraftstoffverbrauch eines Autos hängt von
vielen Faktoren ab. "Die Kfz-Hersteller selbst geben den
Normverbrauch an. Dieser Wert wird im 'Neuen Europäischen Fahrzyklus'
auf einem Rollenprüfstand ermittelt", erklärt ÖAMTC-Cheftechniker Max
Lang. "Den Konsumenten wird durch das neutrale Messverfahren ein
objektiver, herstellerunabhängiger Vergleich des Kraftstoffverbrauchs
ermöglicht". Durch Veränderung von Parametern beim Verbrauchstest auf
dem Prüfstand (beispielsweise durch Zuladung eines gewissen
Gewichtes) würden sich die Verbrauchswerte erhöhen. Der ÖAMTC lehnt
eine Veränderung der Parameter klar ab, weil sie gegen die Interessen
der Kraftfahrer gehen, stellt doch der Normverbrauch die Basis der
Berechnung von NoVA, Bonus und Malus dar. Mit höheren Normverbräuchen
würden damit auch die Kfz-Kosten für die Fahrzeugbesitzer steigen.
Grundsätzlich kann ein auf diese Weise errechneter Verbrauch - wie
jede Norm - lediglich einen Vergleichsmaßstab darstellen. "Jedem
Autofahrer muss klar sein, dass er selbst großen Einfluss auf den
tatsächlichen Spritverbrauch seines Kfz hat - zumindest wenn kein
technischer Defekt vorliegt", hält der ÖAMTC-Experte fest. "Der
Spritverbrauch erhöht sich naturgemäß, wenn man ständig mit einer
Dachbox unterwegs ist, den Kofferraum immer gut gefüllt hat oder
einen Wochenendausflug mit der Familie macht." Auch eine sportliche
Fahrweise und Kleinigkeiten wie falsch eingestellter Reifendruck
erhöhen den Kraftstoffverbrauch spürbar, ebenso Einflüsse wie
Verkehrslage, Streckenzusammensetzung und Witterungsbedingungen.
Der ÖAMTC hat einige Tipps zusammengestellt, die den Autofahrern
helfen, ihren Kraftstoffverbrauch selbst so nah wie möglich an die
Herstellerangaben heranzubringen:
* Vorausschauend und möglichst konstant fahren, nur so lange
beschleunigen, wie es erforderlich ist
* Die ÖAMTC-Techniker raten, unnötige Schaltvorgänge zu vermeiden und
wenn möglich Gänge "überspringen", früh hoch und spät runter zu
schalten und immer im höchstmöglichen Gang zu fahren
* Technische Hilfsmittel wie Navigationssystem, Bordcomputer und
Tempomat sinnvoll einsetzen
* Regelmäßig das Auto auf den technisch einwandfreien Zustand
überprüfen lassen und den Reifendruck kontrollieren
* Jedes Kilo zählt - keine unnötigen Lasten spazieren führen
* Stromverbraucher wie Klimaanlage, Sitz- und Standheizung
abschalten, wenn sie nicht benötigt werden
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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