"Tiger hautnah" - am 10. April in "Universum"

Wien (OTS) - Er erreicht eine Körperlänge von bis zu zwei Metern und ein Gewicht von 250 Kilogramm: Der Tiger ist die mächtigste aller Großkatzen - und der unumschränkte Herrscher des Dschungels. In Kinofilmlänge folgt John Downers "Universum"-Dokumentation "Tiger hautnah" (deutsche Bearbeitung: Margarita Pribyl) am Dienstag, dem 10. April 2012, um 20.15 Uhr in ORF 2 den Spuren des Tigers in seine letzten Rückzugsgebiete tief im Herzen Indiens. Der vielfach preisgekrönte Tierfilmer John Downer hat dabei ein ganzes Arsenal von Spezialkameras eingesetzt. Der Lohn sind spektakuläre Tigeraufnahmen aus ungewohnten Perspektiven.

An diesem ambitionierten Filmprojekt wirkte ein außergewöhnliches Team mit. Die Kameraleute bekamen tatkräftige Unterstützung von ortskundigen Assistenten - die einzigen Tiere, die keinen Tiger fürchten müssen: Elefanten führten eigens entwickelte Kameras mit sich, die auf ihren Stoßzähnen und Rüsseln angebracht waren. Die ruhig und gemächlich dahinschreitenden Dickhäuter machten Kamerabewegungen möglich, wie sie bei Tieraufnahmen in freier Wildbahn bisher unbekannt waren.

Der Film zeigt die Entwicklung von vier Tigern - von den ersten Lebenstagen über die Zeit des Lernens bis hin zur Eigenständigkeit, wenn der Nachwuchs schließlich selbst auf die Jagd geht - und die jungen Tiger sich zu Herrschern des Dschungels aufschwingen. Die Mutter bringt den halbwüchsigen Tigern alle notwendigen Jagdtricks bei - vom korrekten Anpirschen über das geduldige Lauern bis zur erfolgreichen Attacke. Die Jungen absolvieren erste Rangkämpfe -spielerisch erproben sie ihre Kräfte und trainieren ihre Reaktionen. Dazwischen erholt sich die ganze Familie bei einem erfrischenden Bad - die mächtigen Großkatzen sind sehr gute Schwimmer. Der Teich ist auch ein stark frequentierter Treffpunkt für viele weitere Tiere.

Die innovative "Rüssel-Cam" zeigt die Dschungelbewohner im Nationalpark von Pench in all ihrer Vielfalt: Lippenbären und Wildhunde, Schakale und Hirsche, Languraffen und Leoparden. Der Leopard ist Konkurrent und Erzrivale des Tigers. Für die unerfahrenen jungen Tiger ist ein ausgewachsener Leopard eine große Bedrohung. Als ein fremder Artgenosse im Revier umherstreift, wird es für die vier Jungen noch gefährlicher: Denn Tigermännchen töten den Nachwuchs ihrer Artgenossen, wenn sie diesen erwischen. Der Vater der vier Jungen - der stets in der Nähe weilt, um seinen Nachwuchs gegen Rivalen verteidigen zu können - hat bei einem Kampf tiefe Wunden erlitten, und auch ihre Mutter ist verletzt.

Die Jungen bleiben bis zu zwei Jahre bei ihrer Mutter - dann liegt es an den vergleichsweise unerfahrenen Jungtigern, für sich selbst zu sorgen und sich eigene Reviere zu suchen - denn Tiger sind normalerweise Einzelgänger. Bis sie sich eines Tages zu Herrschern des Dschungels aufschwingen können, stehen ihnen viele riskante Situationen und gefährliche Auseinandersetzungen bevor.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0001