• 04.04.2012, 14:55:11
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Austria Solar: Kyoto-Lückenschluss schafft Green Jobs im Ausland statt in Österreich

Wien (OTS) - Austria Solar fordert eine rasche Wende, um eine
Fortsetzung des permanenten teuren Zukaufs von Emissionszertifikaten
zu verhindern. Damit wird im Ausland innovativ in Klimaschutz
investiert, die heimische Solarbranche hat das Nachsehen.

Der heute von Umweltminister Berlakovich präsentierte
Kyoto-Lückenschluss ist kein Grund zur Freude. Fehlende Initiativen
beim Ausbau Erneuerbarer Energie in den letzten Jahren haben
Österreich in eine Situation gebracht, nur mehr mit Zukauf von
Emissionszertifikaten drohenden Strafzahlungen im nächsten Jahr
entgehen zu können.

"Dem Klima ist es egal, aus welchem Staatsgebiet das emittierte
CO2 stammt", meint er Umweltminister. Der Solarbranche ist es nicht
egal. Klima-Investitionen im Ausland fördern innovative Investitionen
in Klimaschutz in unseren Exportmärkten. Die Vorreiterrolle
Österreichs bei Solartechnik und anderen Erneuerbaren Energien wird
damit unterwandert.

"Mit dem Kyoto-Lückenschluss werden Green Jobs im Ausland
geschaffen, im Inland wird dafür beim Budget des Klimafonds gespart",
kritisiert Roger Hackstock, Geschäftsführer des Branchenverbandes
Austria Solar. "Die Freude der Wirtschaftskammer an der Lösung für
den Kyoto-Lückenschluss ist aus diesem Grund nicht nachvollziehbar."

Der heute präsentierte Kyoto-Lückenschluss ist eher eine Warnung
als eine Erleichterung. Wird die Energiewende nicht vorangetrieben
und der heimische Markt bei Erneuerbarer Energie gestärkt, sind
weitere Strafzahlungen in Millionenhöhe in wenigen Jahren wieder
unvermeidlich. "Das in Vorbereitung befindliche Klimaschutzgesetz und
das Energieeffizienzgesetz müssen klare Maßnahmen setzen, um
Investitionen in eine CO2-freie Energieversorgung zu erleichtern",
fordert Hackstock. "Die entsprechenden Gesetzesvorschläge müssen noch
vor der Sommerpause im Parlament behandelt werden, um zu verhindern,
dass Klimaschutz weiter auf dem Rücken der Steuerzahler gemacht
wird."

Der größte Energieverbrauch in Österreich findet beim Heizen
statt. Austria Solar hat daher bereits vor einem halben Jahr
gemeinsam mit dem Verband Erneuerbare Energie Österreich und den
Verbänden pro pellets und Österreichischer Biomasseverband ein
4-Punkte-Programm "Energiewende beim Heizen" vorgelegt. "Vor allem
die Förderung von Solarwärme bei der Heizungssanierung reduziert die
CO2-Emissionen nachhaltig und macht den Zukauf von
Emissionszertifikaten in Zukunft überflüssig", so Hackstock.

Rückfragehinweis:
Verband Austria Solar
DI Roger Hackstock (Geschäftsführer)
Tel.: +43 (1) 581 13 27 12, Fax DW 18
Mail: [email protected]

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