- 02.04.2012, 12:00:42
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EU-weite Befragung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgenderpersonen gestartet
Wien (OTS) - Die in Wien ansässige EU-Grundrechtsagentur (FRA) hat
heute den offiziellen Startschuss für ihre auf drei Monate angelegte
Online-Befragung von LSBT-Personen in allen 27 Mitgliedsstaaten der
EU sowie in Kroatien gegeben. Diese völlig anonyme Umfrage und
Datenerhebung wird die erste dieser Art und dieser Größenordnung
sein, die jemals durchgeführt worden ist, und bis Ende Juni 2012
laufen.
Durchgeführt wird diese von der FRA in Auftrag gegebene Studie vom
Meinungsforschungsinstitut Gallup Europe in Projektpartnerschaft mit
ILGA-Europe, dem europäischen Dachverband von LSBT-Organisationen.
Zwar gibt es immer wieder Berichte über Diskriminierung von
Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen, aber eine
systematische EU-weite Erhebung vergleichbarer Daten über alltägliche
Diskriminierungserfahrungen von LSBT-Personen hat es bisher noch
nicht gegeben. Mit den Ergebnissen und Daten will sich die FRA und in
der Folge die EU einen Überblick über das Ausmaß von
Diskriminierungen und Benachteiligungen verschaffen. Die Resultate
werden es zudem ermöglichen, die Weiterentwicklung der
Gleichbehandlungspolitik für LSBT-Menschen in der Europäischen Union
zu unterstützen und dabei die Schwerpunkte für die kommenden Jahre
festzulegen. Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse werden
politische Entscheidungsträger sowohl auf nationaler als auch
europäischer Ebene - ebenso wie Nichtregierungs- oder
zivilgesellschaftliche Organisationen - ihre Strategien und
Aktivitäten besser darauf abstimmen und ausrichten können, wie
LSBT-Personen und ihre Gemeinschaften dabei unterstützt werden
können, frei von Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen
Orientierung bzw. Geschlechtsidentität zu leben.
Damit den Umfrageergebnissen entsprechendes Gewicht zukommen kann,
ist die Teilnahme einer großen und vielfältigen Gruppe von Lesben,
Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen in jedem Land notwendig. Je
mehr Menschen aus allen Regionen, Schichten und jeder Altersgruppe
(über 18) sich daran beteiligen, desto größer sind die Chancen, dass
die Umfrageergebnisse repräsentativ für alle Betroffenen sind und die
Erfahrungen und Meinungen einer großen Vielfalt von Menschen
widerspiegeln.
"Um dieses Ziel einer möglichst großen, breiten und vielfältigen
Beteiligung zu erreichen, bedarf es der Unterstützung aller
AkteurInnen in der LSBT-Community - aller Vereine, Initiativen,
Gruppen, Websites usw. und natürlich auch vieler Einzelpersonen, die
in ihrem Freundeskreis die Befragung durch Mundpropaganda bewerben",
erklärt Kurt Krickler, Generalsekretär der Homosexuellen Initiative
(HOSI) Wien. "Natürlich können auch die Mainstream-Medien durch ihre
Berichterstattung zum Erfolg dieser Studie beitragen."
Die Studie ist unter diesem Link aufrufbar: http://lgbtsurvey.eu/
- dort finden sich auch weitere ausführliche Informationen über die
Studie sowie der Online-Fragebogen zum Ausfüllen. Darüber hinaus
wurden auch nationale Seiten in verschiedenen sozialen Netzwerken
eingerichtet, für Österreich etwa eine eigene Facebook-Seite. Die
Umfrage ist absolut anonym - keine persönlichen Daten der
TeilnehmerInnen oder ihrer Internet-Identität werden in irgendeiner
Form aufgezeichnet.
Rückfragehinweis:
Kurt Krickler, Generalsekretär, Tel.: 0664-5767466
Christian Högl, Obmann, Tel.: 0699-118 11 038
mailto:[email protected], www.hosiwien.at
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