- 02.04.2012, 09:01:34
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Die Wahrheit über Eier- und Küken-"Produktion"
Brauchen wir zu Ostern wirklich so viele Eier?
Laaben (OTS) - Seit Anfang des Jahres sind zwar in der EU Eier aus
herkömmlichen Legebatterien verboten, aber die Realität sieht leider
anders aus. Österreich hat die EU-Verordnung, die 1999 erlassen
wurde, bereits 2009 umgesetzt und die Batteriehaltung abgeschafft. In
12 EU-Ländern - inklusive so großer Staaten wie Frankreich, Italien,
Spanien, Holland, Polen, Bulgarien oder der "EU-Hauptstadt" Belgien -
ist diese Verordnung jedoch immer noch nicht umgesetzt worden und es
leiden - illegal - weiterhin EU-weit noch schätzungsweise 40
Millionen Hennen in diesen grausamen Legebatterien.
Doch auch die nach wie vor zulässige "Kleingruppenhaltung" (in
Deutschland) bzw. die "ausgestalteten Käfige" kann man nur als
tierquälerische Käfighaltung bezeichnen. Dazu Tierarzt Dr.
Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: "Gegenüber
herkömmlichen bieten diese sog. ausgestalteten Käfige den Hennen nur
ein paar Quadratzentimeter mehr Platz, also alles andere als
tierfreundlich. Aber egal welche Haltungsform die Legehennen
letztlich bekommen, der Weg dorthin ist bei allen gleich: Denn die
Eintagsküken sind das Abfallprodukt der Hochleistungszucht in der
Eier-Industrie!" So enden Millionen männlicher Küken im Häcksler oder
werden langsam erstickt, was aber nur wenige Eier-KonsumentInnen
wissen (wollen): Es gibt nicht nur Eintagsfliegen, sondern auch
"Eintagsküken". Während die Eintagsfliege, wie der Name schon sagt,
von Natur aus ein ziemlich kurzes Leben hat, fallen die Eintagsküken
quasi als "Abfallprodukt" in der Hochleistungszucht an.
Dr. Plank weiter: "Allein in Österreich sterben jährlich rund 7
Millionen männliche Küken - europaweit soll die Zahl bei mehr als 300
Millionen liegen - direkt nach dem Schlüpfen. So werden hierzulande
für die mehr als 7 Millionen Legehennen ebenso viele männliche
Eintagsküken umgebracht, sobald sie das "Licht der Welt" erblickt
haben. Während die weiblichen Küken in den Groß-Brütereien vom
Fließband in die Versandboxen gestopft werden, geht es mit den
männlichen ab in den Tod: In eine Kiste, in der sie mit (oder aus
"Spargründen" auch ohne) Gas erstickt oder mit einem Häcksler
zerstückelt werden, einige enden auch als Schlangen-Futter für den
Zoo...".
Dazu ein sehr eindrückliches Video vom ZDF auf:
www.youtube.com/watch?v=pC-T_PUkLYw
Jeder tierfreundliche Eier-Konsument sollte sich daher, gerade
jetzt vor Ostern, gut überlegen, ob er überhaupt (so viele) Eier
benötigt und wenn, woher diese stammen. In verarbeiteten Produkten
(Nudeln, Backwaren oder Fertiggerichten, in denen "Vollei",
"Flüssigei" oder
"Eipulver" enthalten ist) kann man grundsätzlich davon ausgehen, daß
die billigsten Eier - also aus Käfigbatterien - verwendet wurden.
Dr. Plank abschließend: "Die EU konnte sich wieder einmal nicht
auf Sanktionen gegen jene 12 Mitgliedsstaaten einigen, die das Verbot
der herkömmlichen Käfige - vertragswidrig - nicht umgesetzt haben,
und daher befinden sich diese illegalen Eier mit Sicherheit auch
weiterhin in Fertigprodukten. Schaleneier hingegen müssen
gekennzeichnet sein und wenn schon Eier, dann sollte man/frau
jedenfalls zu solchen aus Bio- oder Freilandhaltung (Code 0 oder 1)
greifen!"
Rückfragehinweis:
Animal Spirit
Dr. Franz-Joseph Plank
Tel.: 0676 708 24 34
mailto:[email protected]
http://www.animal-spirit.at
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