Deutscher Webvideopreis für Protestvideo der ORF-Journalisten

ORF-Redakteursrat: "Preis für Medienfreiheit - Verpflichtung zur Fortsetzung entschiedensten Engagements für die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks"

Düsseldorf (OTS) - Im Düsseldorfer Savoy Theater gingen in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei der Verleihung der "Deutschen Webvideopreise 2012" sowohl der Hauptpreis als auch der Preis in der Kategorie IMHO (In My Humble Opinion) und der Publikumspreis dieser Kategorie an das im Jänner via YouTube verbreitete Protestvideo der ORF-JournalistInnen, das damit das mit Abstand erfolgreichste der mehr als 6700 von der Jury bewerteten Wettbewerbsbeiträge war.

ORF-Redakteursratsvorsitzender Fritz Wendl sagte bei der Preisverleihung: "Dieser Preis ist ein Preis für Medienfreiheit, ein Preis für entschiedenstes Engagement für die Unabhängigkeit und die Stärke des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, für dessen demokratiepolitische Bedeutung. Und dieser Preis ist vor allem auch Verpflichtung, dieses Engagement unvermindert weiter zu zeigen. Nicht zuletzt bei den überfälligen Änderungen des ORF-Gesetzes, die durch ein völlig neu zusammengesetztes Aufsichtsgremium und ein verbessertes Redakteursstatut die ORF-Unabhängigkeit nachhaltig sichern müssen."

Der Redakteursrat der ORF-FernsehjournalistInnen, Dieter Bornemann, erklärte: "Unser über YouTube verbreitetes Video und dessen Prämierung sind eindrucksvolle Beweise für das Zusammengehören von öffentlich-rechtlichem Qualitätsjournalismus und 'neuen' Medien. Mit dem Webvideo haben 55 ZiB-JournalistInnen den Text einer innerhalb weniger Tage von mehr als drei Viertel aller ORF-JournalistInnen unterzeichneten Erklärung 'Für einen unabhängigen ORF!' an eine breite Öffentlichkeit gebracht. Wie der deutsche Webvideopreis beweist, auch jenseits der Landesgrenzen".

Und die Redakteursrätin der ORF-Landesstudios, Eva Ziegler ergänzte: "Ganz besonders freut uns der Publikumspreis, denn der zeigt, wie sehr auch der sehr jungen Webcommunity die Bedeutung des Einsatzes für einen starken, unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein Anliegen ist. Für die ORF-JournalistInnen ist das die Bestärkung der Verpflichtungen auch gegenüber diesem Publikum." Auch wenn das von manchen Kommerzmedienbetreibern noch so vehement bekämpft wird.

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Fritz Wendl
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