Korruptionsbekämpfung und Unabhängigkeit der Gerichte wesentliche Voraussetzung im internationalen Standortwettbewerb

Bericht bekräftigt direkte Beziehung zwischen Eigentumsrechten und ökonomischer Entwicklung - 2012 International Property Rights Index reiht 130 Nationen, 97 Prozent des weltweiten BIP

Wien (OTS) - Das Austrian Economics Center veröffentlicht heute
den International Property Rights Index 2012 (IRPI), dem weltweit umfassendsten staatenübergreifenden Vergleichsmaßstab für geistiges und materielles Eigentum. Neunundsechzig internationale Organisationen haben in Partnerschaft mit der in Washington DC ansässigen Property Rights Alliance und ihrem Hernando de Soto Fellowship Programm den sechsten jährlichen IPRI angefertigt.

Der IPRI verwendet drei Kriterien, anhand derer die Gesamtpunktezahl berechnet wird: rechtliches und politisches Umfeld (LP), materielle Eigentumsrechte (PPR), und Rechte an geistigem Eigentum (IPR). Was aber am Wichtigsten ist: Der IPRI betont die großen wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Ländern mit starken Eigentumsrechten und jenen ohne. Nationen aus dem ersten Quintil genießen ein durchschnittliches BIP pro Kopf von 29.354 Euro (39.099 $), mehr als doppelt so viel wie das Pro-Kopf-Einkommen des zweiten Quintils, 13.987 Euro (18.631 $). Das dritte, vierte und fünfte Quintil zeigen jeweils einen Durchschnitt von 7.803 Euro (10.394 $), 3.495 Euro (4.655 $) und 3.866 Euro (5.149 $).

In Bezug auf Österreich wird der Schutz und die Wahrung derselben immer mehr zur Herausforderung. Barbara Kolm, Leiterin des Austrian Economics Centers, warnt vor der gegenwärtige Situation: " Österreich hat beim International Property Index schlechter abgeschnitten als im vergangenen Jahr. Die Gründe dafür liegen in einer Verschlechterung in den Bereichen "Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit", "Korruptionskontrolle" und "Schutz geistigen Eigentums"; im Bereich "Kontrolle der Piraterie" hat sich die Bewertung geringfügig verbessert. Gerade die Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit und die Korruptionskontrolle sind die Themen, die in Österreich durch die jüngsten Entwicklungen brandaktuell sind. Es bleibt zu hoffen, dass aus der laufenden Diskussion gelernt wird, um wichtige Reformen in diesen Bereichen anzugehen."

Der International Property Rights Index bietet eine vergleichende Analyse und ein Instrument zur weiteren Verwendung durch Forscher, Politiker und Bürger auf der ganzen Welt. Der Index ermutigt leistungsschwache Länder, robuste Volkswirtschaften zu entwickeln, indem das Augenmerk auf ein gesundes und solides Eigentumsrecht gelegt wird.

Für weitere Informationen, oder um den IPRI 2012 in seiner Gesamtheit zu betrachten, besuchen Sie bitte www.propertyrightsalliance.org

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