ÖH Uni Wien: Senat darf Studiengebühren nicht zustimmen!

Universität Wien ist keine Privatuni

Wien (OTS) - Die ÖH Uni Wien appelliert noch einmal an die Universität Wien, insbesondere an die Mitglieder des Senats, von der Einführung autonomer Studiengebühren im kommenden Semester abzusehen. Anstatt Druck auf Studierende auszuüben, sollten sie die Ausfinanzierung der Hochschulen von der Regierung einfordern. Allein in Wien lehnen es die Universität für Bodenkultur, die Universität für Angewandte Kunst, die Universität für Musik und darstellende Kunst sowie die Akademie der Bildenden Künste ab, Studiengebühren wiedereinzuführen. Daran sollte sich die Uni Wien orientieren.

Julia Kraus, Maria Clar und Kübra Atasoy vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien stellen klar:"Es gibt keine Rechtsgrundlage für Studiengebühren. Im Gegenteil, der Verfassungsgerichtshof hat die bis vor kurzem gültige Regelung explizit als verfassungswidrig erklärt. Die Universität Wien trifft die falsche Entscheidung, wenn sie diese Gebühren wieder einführt. Die Uni Wien hat einen öffentlichen Bildungsauftrag und den muss sie wahrnehmen ohne studierendenfeindliche Politik zu betreiben."

Angesichts der Tatsache, dass sich erarbeitete Gutachten zu diesem Thema widersprechen, bewegt sich die Universität auf sehr dünnem Eis. Die Uni Wien mag zwar autonom sein, das heißt aber nicht, wie eine Privatuniversität agieren und einfach Gebühren einheben zu können. Bildung ist keine Ware, für die sich ein willkürlicher Preis festmachen lässt. Student_innen haben ein Recht auf Hochschulbildung und sind mehr als bloß Kund_innen.

"Wir bekräftigen, dass wir als ÖH Uni Wien im Falle einer Wiedereinführung betroffene Studierende in ihrem Widerstand und ihren Maßnahmen zur Rückerstattung in jeder Hinsicht unterstützen werden", kündigen Kraus, Clar und Atasoy an.

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