- 30.03.2012, 10:57:37
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Hungerkrise in Westafrika bedroht mehr als 13 Millionen Menschen
Caritas sucht in Österreich "Paten gegen den Hunger"
Wien, 30.03.12 (KAP) Die Caritas hat zu einem internationalen
"Schulterschluss" im Kampf gegen die aktuelle Hungerkrise in der
westafrikanischen Sahelzone aufgerufen und sucht unter den
Österreichern "Paten gegen den Hunger". Mittlerweile seien bereits
mehr als 13 Millionen Menschen in den Ländern von Hunger bedroht,
berichteten Caritas-Präsident Franz Küberl und
Caritas-Auslandshilfechef Christoph Schweifer am Freitag bei einer
Pressekonferenz in Wien. Ohne Hilfe würden viele von ihnen die Zeit
bis zur nächsten Ernte im September nicht überleben. Man stehe vor
einem "Drama mit ungeheurem Ausmaß", warnte Küberl. "Mit sieben Euro
pro Monat retten Sie ein Menschenleben", bat er Spender, von April
bis September eine "Patenschaft gegen den Hunger" zu übernehmen.
Caritas-Auslandshilfechef Schweifer besuchte vor rund drei Wochen
Mali und den Niger. Die Lage dort sei "dramatisch". Die Vorräte der
Menschen reichten nur noch wenige Wochen, Familien hätten damit
begonnen, Saatgut aufzuessen. "Wir stehen am Rande der Katastrophe
und nur massive internationale Hilfe, die sofort beginnt, kann sie
verhindern", erklärte Schweifer.
Die aktuelle Hungerkatastrophen-Warnung gilt für Regionen in Mali,
Tschad, Niger, Mauretanien, Burkina Faso, dem Senegal, Gambia,
Kamerun und dem Norden Nigerias. Ursache für die aktuelle
Hungerkrise ist eine Kombination aus chronischer Unterernährung,
anhaltender Dürre, exorbitant gestiegenen Lebensmittelpreisen,
verbreiteter Armut und Konflikten wie den Kämpfe zwischen den
Tuareg-Rebellen und der Armee in Mali.
"Wir wissen, was es bedeutet, wenn die Welt wegschaut", erinnerte
Caritas-Präsident Küberl an die Hungersnot in Ostafrika im
vergangenen Jahr: "Entscheidend ist, dass wir jetzt zu helfen
beginnen und nicht dann lamentieren, wenn die Katastrophe ein ganz
großes Ausmaß erreicht hat."
Großer Anti-Hunger-Kongress in Wien
Wege zu einer "Zukunft ohne Hunger" sollen am Anfang Juni bei einem
Caritas-Kongress in Wien aufgezeigt werden. Prominenteste Redner bei
der Veranstaltung am 1. und 2. Juni in der "Aula der Wissenschaften"
sind der ehemalige UN-Generalsekretär und nunmehrige
UN-Sondergesandte Kofi Annan und die EU-Kommissarin für humanitäre
Hilfe und Krisenschutz, Kristalina Georgieva.
Insgesamt werden laut Caritas 33 Experten aus 19 Ländern Maßnahmen
zur nachhaltigen Ernährungssicherung und der effizienten Bekämpfung
von Hunger präsentieren.
Informationen für "Paten gegen den Hunger": www.caritas.at
Informationen zum Kongress: www.zukunft-ohne-hunger.at
Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) gut/jop/
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