Rennhofer: Verbot von Plastiksackerln ist die beste Chance den Plastik-Müllberg zu reduzieren

Auch EU hat das Problem mit Kunststofftragetaschen aus fossilen Rohstoffen erkannt, VP-NÖ unterstreicht den Wunsch nach Verbot und brachte Antrag ein

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Ein komplettes Verbot von Plastiksackerln - also von Kunststofftragetaschen aus fossilen Rohstoffen - ist die beste Chance den Plastik-Müllberg zu reduzieren. Da endlich auch die Europäische Union die Probleme mit dem immer größer werdenden Müllberg erkannt hat, haben wir einen Antrag auf Verbot von Plastiksackerln eingebracht. Damit wollen wir unsere Position, die wir schon im Februar 2011 dargelegt haben, erneut unterstreichen. Denn wenn es um den Schutz für unsere Umwelt und damit um die Zukunft der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher geht, darf man sich nicht ausruhen, sondern muss immer wieder Akzente setzen", erklärt VP-Umweltsprecher LAbg. Franz Rennhofer. Dabei verweist er auch auf Initiativen des Landes wie "N packt's", die den Einsatz von umweltfreundlicheren Einkaufsackerln forcieren.

"Bei einer Online-Umfrage der EU-Kommission von Mai bis August 2011 sprachen sich 71 Prozent der Befragten für ein EU-weites Plastiksackerlverbot aus. Alleine in Österreich werden jährlich rund 350 Millionen Polyethylen-Tragetaschen über den Handel verteilt. Nicht verwertete Plastiksackerl richten in der Umwelt großen Schaden an, da sie nicht vollständig verrotten und erst nach mehreren Hundert Jahren in kleine Teile zerfallen. Die ökologischen Auswirkungen des zerriebenen PE sind nicht vollständig erforscht, beeinflussen jedoch erheblich den Naturhaushalt. In größeren Plastikstücken können sich Tiere verfangen und qualvoll verenden, kleinere Plastikstücke werden von Tieren gefressen oder in Nester eingebaut. Zudem töten im Meer abgesunkene Plastiktaschen Korallen ab, verändern eingebrachte Plastikteile die Eigenschaften und Fähigkeiten unseres Bodens und verschmutzen verwehte Plastiktaschen unsere Kultur- und Naturlandschaft", informiert der VP-Umweltsprecher.

"Zu nicht biologisch abbaubaren Kunststofftragetaschen aus fossilen Rohstoffen gibt es ausreichend und sofort verfügbare Alternativen. Besonders umweltschonend sind mehrmals verwendbare Taschen - z.B. aus Stoff oder Leder - Körbe oder auch Einkaufsnetze. Ebenfalls könnten auch biologisch abbaubare Tragetaschen aus nachwachsenden Rohstoffen sowie Papiersackerl im Handel zur Verwendung kommen", steht für Rennhofer fest.

"Aufgrund einer EU-Richtlinie kann Österreich allein ein Verbot von nicht biologisch abbaubaren Kunststofftragetaschen aus fossilen Rohstoffen nicht erlassen. Deshalb haben wir bereits im Februar 2011 einen Resolutionsantrag beschlossen, um ein Verbot von Plastiksackerln anzuregen. Diese Forderung soll daher erneuert und verstärkt werden. Denn der Schutz unserer Umwelt und die Zukunft der kommenden Generationen steht im Mittelpunkt der Umweltpolitik der VP-Niederösterreich", betont Rennhofer.

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