• 30.03.2012, 10:29:09
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Rennhofer: Verbot von Plastiksackerln ist die beste Chance den Plastik-Müllberg zu reduzieren

Auch EU hat das Problem mit Kunststofftragetaschen aus fossilen Rohstoffen erkannt, VP-NÖ unterstreicht den Wunsch nach Verbot und brachte Antrag ein

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Ein komplettes Verbot von Plastiksackerln
- also von Kunststofftragetaschen aus fossilen Rohstoffen - ist die
beste Chance den Plastik-Müllberg zu reduzieren. Da endlich auch die
Europäische Union die Probleme mit dem immer größer werdenden
Müllberg erkannt hat, haben wir einen Antrag auf Verbot von
Plastiksackerln eingebracht. Damit wollen wir unsere Position, die
wir schon im Februar 2011 dargelegt haben, erneut unterstreichen.
Denn wenn es um den Schutz für unsere Umwelt und damit um die Zukunft
der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher geht, darf man
sich nicht ausruhen, sondern muss immer wieder Akzente setzen",
erklärt VP-Umweltsprecher LAbg. Franz Rennhofer. Dabei verweist er
auch auf Initiativen des Landes wie "N packt's", die den Einsatz von
umweltfreundlicheren Einkaufsackerln forcieren.

"Bei einer Online-Umfrage der EU-Kommission von Mai bis August
2011 sprachen sich 71 Prozent der Befragten für ein EU-weites
Plastiksackerlverbot aus. Alleine in Österreich werden jährlich rund
350 Millionen Polyethylen-Tragetaschen über den Handel verteilt.
Nicht verwertete Plastiksackerl richten in der Umwelt großen Schaden
an, da sie nicht vollständig verrotten und erst nach mehreren Hundert
Jahren in kleine Teile zerfallen. Die ökologischen Auswirkungen des
zerriebenen PE sind nicht vollständig erforscht, beeinflussen jedoch
erheblich den Naturhaushalt. In größeren Plastikstücken können sich
Tiere verfangen und qualvoll verenden, kleinere Plastikstücke werden
von Tieren gefressen oder in Nester eingebaut. Zudem töten im Meer
abgesunkene Plastiktaschen Korallen ab, verändern eingebrachte
Plastikteile die Eigenschaften und Fähigkeiten unseres Bodens und
verschmutzen verwehte Plastiktaschen unsere Kultur- und
Naturlandschaft", informiert der VP-Umweltsprecher.

"Zu nicht biologisch abbaubaren Kunststofftragetaschen aus
fossilen Rohstoffen gibt es ausreichend und sofort verfügbare
Alternativen. Besonders umweltschonend sind mehrmals verwendbare
Taschen - z.B. aus Stoff oder Leder - Körbe oder auch Einkaufsnetze.
Ebenfalls könnten auch biologisch abbaubare Tragetaschen aus
nachwachsenden Rohstoffen sowie Papiersackerl im Handel zur
Verwendung kommen", steht für Rennhofer fest.

"Aufgrund einer EU-Richtlinie kann Österreich allein ein Verbot
von nicht biologisch abbaubaren Kunststofftragetaschen aus fossilen
Rohstoffen nicht erlassen. Deshalb haben wir bereits im Februar 2011
einen Resolutionsantrag beschlossen, um ein Verbot von
Plastiksackerln anzuregen. Diese Forderung soll daher erneuert und
verstärkt werden. Denn der Schutz unserer Umwelt und die Zukunft der
kommenden Generationen steht im Mittelpunkt der Umweltpolitik der
VP-Niederösterreich", betont Rennhofer.

Rückfragehinweis:
Volkspartei Niederösterreich, Presse
Mag.(FH) Martin Brandl
Tel.: 02742/9020 DW 140, Mob: 0664/1464897
mailto:[email protected]
www.vpnoe.at

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