Donabauer: Bauern tragen Verantwortung

Wien (OTS) - Der Nationalrat hat am 28. März 2012 den Stabilitätspakt beschlossen, der zahlreiche Neuerungen auch im Bereich für die bäuerlichen Versicherten bringt. Karl Donabauer, Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Bauern zu den in Aussicht genommen Änderungen:

"Mit dem nun im Parlament beschlossenen Stabilitätspakt werden vorgegebene Ziele verfolgt. Der Verschuldungsgrad ist auch in Österreich bei Bund, Land, Gemeinden und im Sozialbereich angestiegen, sodass ein Defizitabbau und Korrekturen notwendig sind, um die bisher geschaffenen Leistungen in allen Bereichen unseres Lebens auch in Zukunft abzusichern. Es geht darum, Reformmaßnahmen innerhalb der Gebietskörperschaften zu setzen und verschiedene Prozessabläufe einfacher zu gestalten. Aus diesem Grund werden Strukturen geändert, um eine Kostendämpfung zu erreichen", erklärt Obmann Donabauer.

Im bäuerlichen Bereich wird es Änderungen im Abgaben- und Beitragsbereich geben, wobei hier auch der Beitragssatz in der Pensionsversicherung angepasst werden muss, um diesen mit anderen Systemen vergleichbarer zu gestalten. "Wir tragen diese Maßnahmen mit, um die Sozialpolitik weiter gestaltbar und finanzierbar zu machen. Nunmehr ist aber eine Belastungsgrenze erreicht, Opfer und Anpassungen dürfen nicht Dauerthema sein. Weitere Erwartungen an die bäuerliche Gruppe können nicht mehr gestellt werden, sie wären auch nicht mehr erfüllbar", stellt der SVB-Obmann sehr klar fest.

Von der Regierung gibt es aber auch die Zusage für eine Neuregelung beim Invaliditätsrecht, welches bis zum Sommer dieses Jahres beschlossen werden soll. Ziel dabei ist es, Pensionen vor dem 50. Lebensjahr hintanzuhalten.

Im Stabilitätsgesetz konnte für die bäuerliche Gruppe auch die bisher schon gültige Härtefallregelegung nunmehr unbefristet in Wirkung gesetzt werden. Damit kann trotz der Anhebung des Tätigkeitsschutzes auf das 60. Lebensjahr ab 2017 bei ungelernten Arbeitern und im bäuerlichen Bereich schwer kranken Personen, die das Zielalter noch nicht erreicht haben, geholfen werden. Gleichzeitig wird auch das fiktive Ausgedinge wirklichkeitsnaher gestaltet.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Möglichkeit der Finanzüberweisung der Krankenversicherung in die Unfallversicherung. Die Sozialversicherung der Bauern erhält damit in allen ihren Zweigen einen verlässlichen und ausreichenden finanziellen Rahmen. Donabauer abschließend: "Mit diesem Stabilitätspakt haben auch wir Bauern einen Beitrag geleistet, damit die Budgetziele der Bundesregierung, die Schaffung eines finanziellen Spielraums um Leistungen zu sichern aber auch Arbeit und Entwicklung zu ermöglichen, erreicht werden kann".

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Georg Schwarz
Tel. 01/797 06 - 2201
E-Mail: georg.schwarz@svb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVB0001