• 29.03.2012, 13:14:23
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Kurz: "Nächster Umsetzungsschritt bei Berufsanerkennung von Migrantinnen und Migranten"

BM Rudolf Hundstorfer und StS Sebastian Kurz präsentierten heute, am 29. März 2012, im Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen in Wien einen Maßnahmenplan

Wien (OTS) - "Integration ist eine Querschnittsmaterie, die alle
Ebenen von Bund, Länder und alle Ministerien betrifft", sagte
Staatssekretär Kurz bei der heutigen Pressekonferenz im
Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen mit Bundesminister
Hundstorfer. Erst im März dieses Jahres präsentierte Staatssekretär
Sebastian Kurz mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle ein
5-Punkte-Programm für die raschere Berufsanerkennung für akademische
Ausbildungen. "Ich sehe mich dabei als Treiber dieser
Querschnittsmaterie, in vielen kleinen Schritten und freue mich heute
mit BM Hundstorfer die Maßnahmen für die Berufsanerkennung von im
Ausland erworbenen Qualifikationen vorzustellen", betone
Staatssekretär Kurz.

"In vielen Fällen gibt es keine standardisierten Stellen, vor allem
bei den Erstinformation; der administrative Wirwarr und den zu hohen
bürokratischer Aufwand ist mit ein Grund dafür, dass ein fertig
ausgebildeter Arzt bei uns Taxi fährt. Wenn die Wirtschaft über
Fachkräftemangel klagt, während bei uns fertige Facharbeiter Jobs
unter ihrer Qualifikation nachgehen, kann das nicht richtig sein"
erklärte der Staatssekretär.
Zahlen zeigen, dass nur jede und jeder 5. mit fertigem Lehrabschluss,
jede und jeder 4. mit Abschluss einer Berufsbildenden Schule und jede
und jeder 3. mit Matura oder akademischer Ausbildung sich seine
Qualifikation anerkennen lässt.

"Integration durch Leistung heißt nicht nur Leistung fordern und
anerkennen, sondern auch Leistung ermöglichen. Daher müssen wir in
den Bereichen ansetzen: 1. Anerkennung von Schulabschlüssen 2.
Anerkennung von Akademikern und 3. Anerkennung von
Berufsausbildungen", erklärte der Staatssekretär.

95 Prozent aller gestellten Anträge werden positiv beschieden und nur
18 Prozent der Drittstaatsangehörigen stellen einen Antrag "Wer einen
Antrag stellt, dem wird seine Ausbildung fast immer auch anerkannt.
Es ist zu einem gewissen Teil auch eine Holschuld Daher ist mein
Appell: lasst euch eure Ausbildungen bei uns anerkennen", erläuterte
der Staatssekretär.

Um die erforderlichen Maßnahmen herauszuarbeiten, wurde Dr. Gudrun
Biffl, Donau-Universität Krems und Mitglied des Expertenrats im
Integrationsstaatsekretariat, beauftragt, eine Studie zur Anerkennung
ausländischer Qualifikationen und informeller Kompetenzen in
Österreich zu erstellen.
Sozialminister Hundstorfer und Staatssekretär Kurz haben sich nun auf
eine Reihe von Maßnahmen verständigt und diese ausgearbeitet. In den
Bundesländern sollen Informations- und Anlaufstelle eingerichtet
werden, die Interessenten die individuell erforderlichen
Informationen bereitstellen und bei allen weiteren Schritten
begleiten.
"Was wir heute präsentieren, ist ein Meilenstein! Erstmals gibt es
einen gesamtheitlichen Wegweiser für alle Berufe, egal ob Akademiker
oder Berufsausbildung", betonte Kurz.

Das "Anerkennungs-ABC" soll als Wegweiser für eine leichtere und
schnellere Anerkennung von ausländischen Berufs- und
Bildungsqualifikationen dienen. Neben wichtigen Informationen über
das österreichische Bildungssystem und über die unterschiedlichen
Formen der Anerkennung von ausländischen Berufs- und
Bildungsabschlüssen, enthält die Broschüre, aufgeschlüsselt auf alle
Berufe in Österreich, die zuständigen öffentlichen Ansprechpartnern
und Anlaufstellen. Die Broschüre wird ab Mitte April beim
Arbeitsmarktservice, Integrationsfonds und bei NARIC aufliegen und
ist ab sofort online unter www.berufsanerkennung.at zu finden.

Rückfragehinweis:

Staatssekretariat für Integration
   Pressereferat
   1010 Wien, Minoritenplatz 9
   Tel.: +43 1 53126-7005
   mailto:[email protected]

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