ÖAAB-FCG ARGE SV: Wie rentabel ist die von HC Strache propagierte Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger?

Rationalisierungspotentiale werden laufend erhoben

Wien (OTS) - "Wie bei einem willkürlichen Reflex artikuliert HC Strache immer wieder die Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger. Was er damit bezwecken will, ist uns nicht ganz klar", so der Vorsitzende der ÖAAB-FCG ARGE der Sozialversicherungen, Mag. Leopold Wagner.

Der Verwaltungsaufwand der der Sozialversicherungsträger liegt bei etwa 2-3 Prozent des gesamten Gebarungsvolumens. "Private Versicherungsanstalten investieren mehr als 10 Prozent in die eigene Verwaltung. Hier zeigt sich, dass die Sozialversicherungen sparsam und effizient mit den Geldern ihrer Versicherten umgehen", so Wagner weiter. Von den Sozialversicherungsträgern würden laufend im Sinne der Versicherten Rationalisierungspotentiale erhoben.

Was würde aber die propagierte Zusammenlegung für die Versicherten bedeuten:
- Eine fiktive Einsparung von maximal 5 Prozentpunkten würde die Verwaltungskosten um ein Promille senken, um den Preis aufgeblähter und unübersichtlicher Strukturen.
- Aufgrund bereits sehr abgeflachter Strukturen kann nur mehr beim Personal, auf Kosten der Versichertenbetreuung, gespart werden.
- Ein großer Träger ist wie ein großes Schiff - rasche Kurskorrekturen sind nicht möglich, schnelle und bedarfsorientierte Entscheidungen können nicht mehr getroffen werden.
- Der Versicherte steht einer großen und undurchsichtigen Institution gegenüber, derzeit gewährleistet die Selbstverwaltung individuelles und kundenorientiertes Handeln.
- Ein Träger pro Sparte verhindert auch die Vergleichbarkeit, derzeit kann man anhand der Kennzahlen, die Jedermann zugänglich sind, die Träger vergleichen.

"Aus den Aussagen von HC Strache kann man nur schließen, dass er ein bewährtes und funktionierendes System aufgrund persönlicher Ressentiments zerstören möchte", so Wagner abschließend.

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