Schönheits-OPs - Oberhauser: Neues Gesetz bietet mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten

Bestimmungen für Schönheits-OPs an Jugendlichen verschärft - Verbot von Werbung mittels "Vorher-Nachher"-Bildern

Wien (OTS/SK) - Gestern ist ein Gesetz über die Durchführung von Schönheitsoperationen in Begutachtung gegangen. "Das neue Gesetz sichert höchste medizinische Standards und verhindert Missbrauch bei Jugendlichen", sagt SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Im Gesetzesentwurf wird unter anderem genau definiert, was ästhetische Eingriffe sind, z.B. Brustvergrößerungen, und wer diese durchführen darf. "Das Gesetz soll also klare Rahmenbedingungen für medizinisch nicht notwendige Schönheitseingriffe schaffen und damit Patientinnen und Patienten schützen und auch die Qualität vor, während und nach dem Eingriff sichern", unterstreicht Oberhauser. ****

"Die Definition von 'ästhetischen Eingriffen' kann in Zukunft rasch mittels Verordnung erweitert werden, denn die Methoden in diesem Bereich ändern sich sehr schnell", erklärt die Gesundheitssprecherin. Ein wichtiger Aspekt des neuen Gesetzes ist, dass eine umfassende und klar verständliche Aufklärung über Nebenwirkungen, mögliche Komplikationen, Kosten sowie Beratung über Alternativen zum operativen Eingriff verpflichtend wird. Dieser Beratungsvorgang ist lückenlos zu dokumentieren.

Schönheits-OPs an unter 16-Jährigen sollen ausnahmslos verboten werden. "Für 16- bis 18-Jährige soll es besondere Schutzbestimmungen geben: Sie dürfen eine solche Operation nur nach psychologischer Beratung und Einwilligung durch die Erziehungsberechtigten durchführen lassen", sagt Oberhauser. Außerdem muss eine Wartefrist von acht Wochen zwischen Einwilligung und OP eingehalten werden.

Neu ist auch eine verschärfte Werbebeschränkung: Mit sogenannten "Vorher-Nachher"-Bildern ist mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes Schluss. "Marktschreierische Werbungen für Schönheits-OPs oder gar Verlosungen werden verboten", so Oberhauser. Verstöße gegen das Gesetz sind mit bis zu 15.000 Euro zu bestrafen, im Wiederholungsfall oder schwerwiegender Gefährdung mit bis zu 25.000 Euro. (Schluss) bj/sc

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