Als Tiroler Landesjägermeister stelle ich mich vor LH Platter: Die Diffamierung muss ein Ende haben!

Innsbruck (OTS) - Nachdem wesentlichen Aussagen und Überschriften mit dem im heutigen derstandard.at veröffentlichten Interview nicht in Einklang zu bringen sind bzw. aus meinen getätigten Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen sind, sehe ich mich zu folgender Klarstellung veranlasst.

Als Tiroler Landesjägermeister verwehre ich mich vehement gegen die Instrumentalisierung der Jagd in Tirol, um verdiente Persönlichkeiten unseren Landes zu diffamieren.

Es ist vollkommen klar, dass sich der Tiroler Jägerverband und seine Mitglieder zur gesetzeskonformen Ausübung der Jagd bekennen.

Vollkommen klar ist auch, dass die Jagd und diesbezügliche Einladungen nicht missbraucht werden dürfen.
Dennoch ist mir aber besonders wichtig zu betonen, dass es nicht die Jagd ist, die Menschen korrumpiert. Es liegt vielmehr an den Menschen die sich korrumpieren lassen - eine Jagdeinladung als solche zählt sicher nicht dazu, da sich der tatsächliche Geldwertevorteil deutlich in Grenzen hält.

Eine Trophäe hat schließlich für den Erleger vorrangig einen ideellen Wert, der materiellen Wert ist Nebensache. Der wahre Wert der Jagd liegt im Erlebnis und ist nicht messbar. Auch nicht mit diversen Preislisten!

Wie im Interview sehr deutlich angesprochen, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass es den über 1260 Tiroler Jagdpächtern möglich bleiben muss, Einladungen auszusprechen - sei es auf einen Abschuss oder auch nur auf einen Hüttenabend!
Selbstverständlich ist eine Einladung unter Freunden völlig anders zu sehen. Jedem muss vorbehalten bleiben, wen er in sein Revier einlädt.

Wer glaubt, mit einem Abschuss, Entscheidungen von Politikern oder anderen Entscheidungsträgern beeinflussen zu können, der irrt gewaltig und ist Opfer der allgemeinen Neiddebatte und Politikerhatz. Was den Tiroler Landeshauptmann und ehemaligen Verteidigungs- und Innenminister Platter betrifft, weiß ich, dass sich Günther Platter immer hochanständig verhalten hat und das Zeug zu einem sehr gute,n weidgerechten Jäger hat. Als Landesjägermeister bin ich sehr froh, dass er sich zur Jagd bekennt.

Der nachhaltige Versuch einer Kriminalisierung ist strikt abzulehnen und stößt innerhalb der Jägerschaft auf großes Unverständnis!

Als Landesjägermeister lehne ich eine weitere Denunzierung der Jagd und der 16000 Tiroler Jagdkartenbesitzer strikt ab. Hier wird offensichtlich gezielte, populistische Politik auf dem Rücken der Tiroler Jägerschaft gemacht.

Wir vom Jägerverband sind froh, wenn ein Politiker die Jagdprüfung ablegt, selbst auf die Jagd geht und sich damit für die umfangreiche, ehrenamtliche Arbeit der der 135 Jagdfunktionäre interessiert.

In aller Deutlichkeit möchte ich hervorheben, dass die Jagd in Tirol uraltes Kulturgut ist, dass es zu bewahren gilt. Jeder Versuch, die Tiroler Jagd mit dem Sumpf der Korruption in Verbindung zu bringen, ist unzulässig.

Die Jagd in Tirol genießt großes Ansehen und große Akzeptanz in der Bevölkerung und war seit je her "Sauber"!

Die jeweiligen Bezirksverwaltungsbehörden überwachen seit Jahrzehnten die Einhaltung des Tiroler Jagdgesetzes und führen auch Buch darüber wer in Tirol Jagen geht.

Nun diese Listen zu veröffentlichen halte ich für sehr bedenklich. Schließlich müssen Essenseinladungen Gottlob auch nicht veröffentlicht werden, oder die Teilnahmelisten von Tennis- oder Golfturnieren.

Rückfragen & Kontakt:

Landesjägermeister Karl Berktold
E-Mail: karl.berktold@aon.at
Telefon 0664 88446231

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