• 29.03.2012, 09:02:42
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Als Tiroler Landesjägermeister stelle ich mich vor LH Platter: Die Diffamierung muss ein Ende haben!

Innsbruck (OTS) - Nachdem wesentlichen Aussagen und Überschriften
mit dem im heutigen derstandard.at veröffentlichten Interview nicht
in Einklang zu bringen sind bzw. aus meinen getätigten Aussagen aus
dem Zusammenhang gerissen sind, sehe ich mich zu folgender
Klarstellung veranlasst.

Als Tiroler Landesjägermeister verwehre ich mich vehement gegen
die Instrumentalisierung der Jagd in Tirol, um verdiente
Persönlichkeiten unseren Landes zu diffamieren.

Es ist vollkommen klar, dass sich der Tiroler Jägerverband und
seine Mitglieder zur gesetzeskonformen Ausübung der Jagd bekennen.

Vollkommen klar ist auch, dass die Jagd und diesbezügliche
Einladungen nicht missbraucht werden dürfen.
Dennoch ist mir aber besonders wichtig zu betonen, dass es nicht die
Jagd ist, die Menschen korrumpiert. Es liegt vielmehr an den Menschen
die sich korrumpieren lassen - eine Jagdeinladung als solche zählt
sicher nicht dazu, da sich der tatsächliche Geldwertevorteil deutlich
in Grenzen hält.

Eine Trophäe hat schließlich für den Erleger vorrangig einen
ideellen Wert, der materiellen Wert ist Nebensache. Der wahre Wert
der Jagd liegt im Erlebnis und ist nicht messbar. Auch nicht mit
diversen Preislisten!

Wie im Interview sehr deutlich angesprochen, möchte ich darauf
aufmerksam machen, dass es den über 1260 Tiroler Jagdpächtern möglich
bleiben muss, Einladungen auszusprechen - sei es auf einen Abschuss
oder auch nur auf einen Hüttenabend!
Selbstverständlich ist eine Einladung unter Freunden völlig anders zu
sehen. Jedem muss vorbehalten bleiben, wen er in sein Revier einlädt.

Wer glaubt, mit einem Abschuss, Entscheidungen von Politikern oder
anderen Entscheidungsträgern beeinflussen zu können, der irrt
gewaltig und ist Opfer der allgemeinen Neiddebatte und Politikerhatz.
Was den Tiroler Landeshauptmann und ehemaligen Verteidigungs- und
Innenminister Platter betrifft, weiß ich, dass sich Günther Platter
immer hochanständig verhalten hat und das Zeug zu einem sehr gute,n
weidgerechten Jäger hat. Als Landesjägermeister bin ich sehr froh,
dass er sich zur Jagd bekennt.

Der nachhaltige Versuch einer Kriminalisierung ist strikt
abzulehnen und stößt innerhalb der Jägerschaft auf großes
Unverständnis!

Als Landesjägermeister lehne ich eine weitere Denunzierung der
Jagd und der 16000 Tiroler Jagdkartenbesitzer strikt ab. Hier wird
offensichtlich gezielte, populistische Politik auf dem Rücken der
Tiroler Jägerschaft gemacht.

Wir vom Jägerverband sind froh, wenn ein Politiker die Jagdprüfung
ablegt, selbst auf die Jagd geht und sich damit für die umfangreiche,
ehrenamtliche Arbeit der der 135 Jagdfunktionäre interessiert.

In aller Deutlichkeit möchte ich hervorheben, dass die Jagd in
Tirol uraltes Kulturgut ist, dass es zu bewahren gilt. Jeder Versuch,
die Tiroler Jagd mit dem Sumpf der Korruption in Verbindung zu
bringen, ist unzulässig.

Die Jagd in Tirol genießt großes Ansehen und große Akzeptanz in
der Bevölkerung und war seit je her "Sauber"!

Die jeweiligen Bezirksverwaltungsbehörden überwachen seit
Jahrzehnten die Einhaltung des Tiroler Jagdgesetzes und führen auch
Buch darüber wer in Tirol Jagen geht.

Nun diese Listen zu veröffentlichen halte ich für sehr bedenklich.
Schließlich müssen Essenseinladungen Gottlob auch nicht
veröffentlicht werden, oder die Teilnahmelisten von Tennis- oder
Golfturnieren.

Rückfragehinweis:
Landesjägermeister Karl Berktold
E-Mail: [email protected]
Telefon 0664 88446231

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