Pressekonferenz des Bundesinstitutes für Erwachsenenbildung, bifeb)

Karriereplanung leicht gemacht: Neues zur Bildungs-, Berufs- und Laufbahnberatung

Wien (OTS) - Professionelle Information, Beratung und Orientierung sind wesentlich für die nachhaltige Karriereplanung. Aber: Kaum jemand weiß über das breite, großteils kostenlose Angebot an Bildungs-, Berufs- und Laufbahnberatung Bescheid. Wie Beratungssuchende online und offline das für sie passende Angebot finden, was professionelle Beratung ausmacht und wer die österreichischen Bildungs-, Berufs- und LaufbahnberaterInnen sind, erläuterten im heutigen Pressegespräch im Radisson Blu Palais Hotel im ersten Wiener Gemeindebezirk MinR. Mag. Regina Barth vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, bm:ukk, Abt. II/5 Erwachsenenbildung, Dr. Margarete Wallmann, Direktorin des Bundesinstitutes für Erwachsenenbildung, bifeb), Mag. Ingeborg Melter, Leiterin des bifeb)-Lehrgangs "Bildungs- und Berufsberatung" sowie Organisatorin der am bifeb) im April stattfindenden Fachtagung "Zukunftsfeld Bildungs- und Berufsberatung" und Bildungsexpertin Dr. Erika Kanelutti-Chilas, Geschäftsführung in between. Mehr unter:
www.bifeb.at, www.erwachsenenbildung.at

Neu: 9 + 1 Netzwerke. Kostenlose Bildungsberatung in Österreich

"Der Aufbau eines flächendeckenden, leistungsfähigen und anbieterneutralen Bildungsinformations- und -beratungssystems für Erwachsene steht im Mittelpunkt der Entwicklung der nächsten drei Jahre - dies unter der Dachmarke 9 + 1 Netzwerke. Bildungsberatung Österreich", erklärt MinR. Mag. Regina Barth vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, bm:ukk, Stv. Leiterin der Abt. II/5 Erwachsenenbildung. "Wichtig ist uns eine breite regionale Verteilung der 'Anlaufstellen', die Ansprache möglichst vieler und unterschiedlicher Zielgruppen sowie die Qualitätssicherung und Professionalisierung der Beratungsleistungen", so Barth. Die Projekte werden im Rahmen des "ESF Beschäftigung", durch das bm:ukk und den Europäischen Sozialfond (ESF), mit Beteiligung der Länder, finanziert, wobei im Zeitraum Mitte 2011 bis Mitte 2014 über 12 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Starke Nachfrage und hohe Zufriedenheit mit Beratung

Seit Bestehen der Dachmarke Bildungsberatung Österreich konnte die Zahl der Beratungskontakte mehr als verdoppelt werden: Im Jahr 2011 wurden über 37.000 Beratungskontakte der anbieterneutralen Beratungsnetzwerke gezählt (2010: ca. 18.500 Kontakte). Auffallend dabei: der hohe Anteil von fast 2/3 Frauen unter den BeratungskundInnen. Nachgefragt wurden vor allem die Themen "Berufe und Arbeitsmarkt", "berufliche Weiterbildung", "Förderungen" und das "Nachholen von Abschlüssen".

Besonders erfreulich für die über 150 in anbieterneutralen Netzwerken tätigen Bildungs- und BerufsberaterInnen: Ihre KundInnen gaben zu über 90% an, dass die Beratung ihnen weitergeholfen hat und sie die nächsten Schritte nun kennen.

bifeb) trägt entscheidend zur Professionalisierung der Beratungslandschaft bei

"In Zusammenhang mit der Professionalisierung der BeraterInnen kommt dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, bifeb), eine entscheidende Rolle zu", so Barth. Das am Wolfgangsee gelegene österreichische Kompetenzzentrum für Erwachsenenbildung hat sich seit 1999 dem "Projekt" Professionalisierung von Bildungs- und Berufsberatung in Österreich verschrieben. Maßgeblich dabei: der zweijährige Lehrgang "Bildungs- und Berufsberatung" mit bisher bereits 180 AbsolventInnen. Ein weiteres Highlight: die von 26. bis 27. April 2012 bereits zum zweiten Mal stattfindende und mit 140 TeilnehmerInnen ausgebuchte Fachtagung zum Thema "Bildungs- und Berufsberatung" mit führenden BildungsexpertInnen aus dem europäischen Raum. "Professionelle Bildungs- und Berufsberatung ist sowohl in der Schule als auch für Erwachsene eine Grundvoraussetzung, wenn nicht der Schlüssel für die nachhaltige Planung des individuellen Lernweges. Fehlentscheidungen in beruflichen wie Weiterbildungsfragen haben für den Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft, oft weitreichende Folgen. Mit unserem Lehrgang und dieser geplanten regelmäßig stattfindenden wissenschaftlichen Tagung unterstützen wir die Berufsgruppe und möchten die Wichtigkeit ihrer Tätigkeit öffentlich sichtbar machen", erklärt bifeb)-Direktorin Dr. Margarete Wallmann das Engagement.

Tagung schärft Berufsprofil

"Bildungs- und Berufsberatung ist in Österreich als 'Beruf' noch nicht etabliert. Zielgruppen sowie Aufgaben und Zugänge der Beratung, die Qualifikationen und Berufsbezeichnungen der BeraterInnen - vom Karrierecoach über StudienberaterInnen bis zur Berufsorientierungstrainerin - sind vielfältig, die individuellen beruflichen Identitäten dementsprechend höchst unterschiedlich", so bifeb)-Lehrgangsleiterin und Tagungsorganisatorin Mag. Ingeborg Melter. Das Tagungsmotto "Das Gemeinsame in der Differenz finden" sei Ausdruck dessen: "Der Brückenschlag zwischen den verschiedenen Feldern der Bildungs- und Berufsberatung, von der Erwachsenenbildung über Schule und Studium bis zu Projekten des AMS, ist uns besonders wichtig", so Melter.

Bildungsberatung - ein Angebot an alle

Viele Menschen wüssten über das gut ausgebaute Angebot des österreichischen Netzwerks nicht Bescheid, bedauert Dr. Erika Kanelutti-Chilas, Geschäftsführerin von "in between", Verein für Vernetzung, Forschung und Wissenstransfer. Ihr Wunsch: "So wie es für das Bedürfnis die Gesundheit wieder herzustellen ÄrztInnen und Spitäler gibt, sollte bekannt sein, dass es für das Bedürfnis 'ich habe ein Problem mit meinem Beruf, eine Frage zu meiner Weiterbildung' ebenfalls ein Angebot gibt - nämlich die Bildungsberatung."

Eine aktuelle Studie von in between befasst sich damit, wie Bildungsberatung für jene Personen besser zugänglich wird, die diese Angebote bisher nur wenig in Anspruch nehmen. Wichtig ist, in Ergänzung zum klassischen Beratungsgespräch, das Vorhandensein unterschiedlichster Zugangswege und Formate - Jüngere nehmen lieber über Facebook Kontakt auf oder stellen ihre Fragen in ein Forum, andere schicken spätnächtliche Anfragen, wünschen sich eine anonyme Onlineberatung oder chatten, wieder andere greifen lieber zum Telefonhörer. Beliebt sind auch "Gassenlokale" oder Beratungen in Parks und Einkaufszentren.

Virtueller Bildungswegweiser

Einen Überblick über das für sie passende Angebot erhalten Ratsuchende auf www.erwachsenenbildung.at. Hier gibt es Informationen zum kostenlosen Bildungsberatungsangebot und weiterführende Links.

Download Presseunterlagen, Fotos und O-Töne:
www.communications.co.at, www.bifeb.at, www.o-ton.at

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