ORF III live aus dem Parlament und "Inside Brüssel"

Am 29. März im neuen Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information überträgt am Donnerstag, dem 29. März 2012, live die Plenarsitzung aus dem Parlament und stellt in der Diskussionsrunde "Inside Brüssel" Fragen nach Terrorismus in Europa und nach dem Einfluss von Lobbys in der EU. "Im Brennpunkt" berichtet von der dramatischen Ausdehnung der Wüsten und den Folgen für die Menschen. Das "Weltjournal" zeigt anhand einer Verbrecherjagd per Internet die neuen Möglichkeiten politischer Aufklärung. Sexuelle Gewalt als kriegerische Strategie ist Gesprächsthema "Im Zeitraum" mit Johannes Kaup, der mit einer engagierten Ärztin über Hilfsmaßnahmen spricht.

Politik live - Übertragung aus dem Parlament (9.00 Uhr)

Der zweite Plenartag der aktuellen Nationalratssitzung beginnt mit einer Fragestunde an Gesundheitsminister Alois Stöger und widmet sich dann der umstrittenen Reform der Strafprozessnovelle. Weiters auf der Tagesordnung: die Neue Mittelschule und die Abschaffung des Hauptschullehrplans. Drei Rechnungshofberichte und die Immunitätsfälle Werner Amon (ÖVP) und Kurt Gartlehner (SPÖ) bilden den Abschluss des zweiten Plenartages.
ORF III Kultur und in Information überträgt die Plenarsitzung des Nationalrats live und in voller Länge, es kommentiert ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs. ORF 2 überträgt ebenfalls ab 9.05 Uhr live. Die ORF-Übertragung wird auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand angeboten.

Inside Brüssel (20.15 Uhr)

Welche Konsequenzen sind aus den Mordanschlägen eines islamistischen Terroristen in Frankreich zu ziehen? Hat Europa wenige Jahre nach den Anschlägen in Madrid und London die Gefahr von sogenannten "einsamen Wölfen", die von Al Kaida inspiriert werden, unterschätzt? Könnte die Speicherung von Fluggastdaten nach amerikanischem Vorbild eine wirksame Gegenmaßnahme sein? Und: welchen Einfluss haben Lobbys in der EU? Letztes Beispiel: Der massive Druck der Luftfahrtindustrie gegen eine Klimaschutzabgabe, die eigentlich längst beschlossen ist. Gäste beim ORF-Korrespondenten Raimund Löw im Studio des Europäischen Parlaments: die Kovorsitzende der Europäischen Grünen, Rebecca Harms, Philippe Ricard (Le Monde), Ian Traynor (The Guardian) und Janis Emmanouilidis (European Policy Center).

Im Brennpunkt: "Zurück zu den Wurzeln" (21.05 Uhr)

Die Wüsten breiten sich aus, denn die Menschen verbrauchen zu viel Wasser. Wegen verbesserter medizinischer Versorgung nimmt die Bevölkerungszahl ständig zu, und der Verbrauch steigt sprunghaft an. Saftiges Weideland für die Tiere wird zu knapp. Schon im Jahr 2006 hatte die UNO auf die Ausdehnung der Wüsten aufmerksam gemacht, aber es hat sich wenig geändert. ORF III begleitet den UNO-Angestellten Ali Sbai, einen geborenen Nomaden, auf der Suche nach den Wurzeln seiner Herkunft in die Sahara. Anschließend zeigt ein Blick nach China den Vormarsch der Wüste Gobi und die Versuche der Regierung, Land von der Wüste zurückzugewinnen.

Weltjournal: "Afrika: Mörderjagd per Mausklick" (21.55 Uhr)

Besonders unter Jugendlichen fand zuletzt über deren Facebook-Pinnwände ein erschütterndes Video rasche Verbreitung: Eine US-amerikanische Organisation will den ugandischen Kriegsverbrecher Joseph Kony so berühmt machen wie George Clooney, damit ihn jeder kennt und jagen kann. Mit der Aktion "Kony 2012" hat die Hatz zunächst im Internet begonnen. Innerhalb weniger Tage haben 100 Millionen Nutzer den Film Kony 2012 gesehen und sich Kony-T-Shirts und Armbänder bestellt: die erfolgreichste Social-Media-Fahndung aller Zeiten! Joseph Kony selbst ist auf Tauchstation und hält sich in den Wäldern Afrikas versteckt. Kony, der Befehlshaber der Lord's Resistance Army (LRA) hat über Jahrzehnte hinweg Kinder entführt und sie zu Kämpfern ausbilden lassen. "Weltjournal" zeigt, wer hinter der Aktion steckt und welche Interessen dahinter stehen.

Im Zeitraum: "Sexuelle Gewalt gegen Frauen" (22.30 Uhr)

Zu Gast bei Johannes Kaup ist Dr. Monika Hauser, Ärztin und Gründerin der Organisation "medica mondiale", die sich weltweit für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten einsetzt. Sexuelle Gewalt ist eine Kriegswaffe. Nachdem die Kölner Frauenärztin Anfang der 90er Jahre von den massiven Menschenrechtsverletzungen, die Frauen zu erleiden hatten, erfuhr, wollte sie ein Zeichen setzen. Wütend auf die träge internationale Hilfsmaschinerie, die sich dieses Problems offensichtlich nicht annahm, legte sie ein Konzept für ein Projekt zur gynäkologischen und psychologischen Betreuung extrem traumatisierter Frauen vor. Ohne organisatorischen und finanziellen Rückhalt mietete sie ein Gebäude und stellte Personal ein. Dass ihr Engagement ihr eigenes Leben und jenes Tausender Frauen derart verändern würde, war der Ärztin damals noch nicht bewusst.

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