FP-Guggenbichler: Sima darf Wiener Naturwacht nicht ausrotten

Wo Rot und Grün regiert, wird die Umwelt ruiniert!

Wien (OTS/fpd) - Durch die Änderung des Naturschutzgesetzes dürfen wir einen ökologischen Rückschritt und einen ökonomischen Schaden erleben. Frei nach dem Motto: Egal, was es kostet, egal was es bringt. Hauptsache das rot-grüne Wien kann Druck auf den Naturschutz ausüben, kritisiert heute der Umweltsprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Udo Guggenbichler im Zuge einer Pressekonferenz mit dem Landesleiter der Wiener Naturwacht, Alfred Bedrava nicht nur das finanzielle Aushungern der Wiener Naturwacht sondern insbesondere auch die grobe Missachtung der Leistungen ehrenamtlicher Helfer im Umweltressort.

Die Wiener Naturwacheorgane als fixer Bestandteil der öffentlichen Aufsicht gibt es bereits seit 1954. Seither kümmern sich Ehrenamtliche um den Schutz der Flora und Fauna im Wiener Raum. Bis 2009 hat die Wiener Naturwacht als große Stütze der Stadt Wien betreffend den Naturschutz stets guten Kontakt zur MA22 und erhält für seine wertvollen Tätigkeiten auch Subventionen in der Höhe von 24.600 Euro jährlich. Seit Bestehen der rot-grünen Regierung, demnach seit 2010 wurden die Förderungen aber plötzlich um mehr als die Hälfte auf 12.000 Euro gekürzt. Für das Jahr 2012 wird es allem Anschein nach überhaupt kein Geld seitens der Stadt geben, berichtet Guggenbichler.

Außerdem ist beabsichtigt, dass die Naturschutzorgane organisatorisch in den Magistrat der Stadt Wien eingegliedert werden und daher entweder als Beamte oder als Vertragsbedienstete dem Dienstrecht des Magistrates unterstehen. Nicht vorgesehen ist die Bestellung magistratsfremder Personen. Damit steht die Wiener Naturwacht, die sie seit Jahrzehnten besteht und Hervorragendes leistet, vor dem endgültigen Aus.

Besonders beschämend und herabwürdigend sind die Beschimpfungen, Verunglimpfungen und Unterstellungen insbesondere der Gemeinderäte Valentin und Maresch. Über die Wiener Naturwacht wurde behauptet, das Erscheinungsbild sei nicht in Ordnung, es gebe Beschwerden, es sei ein Rechtsdrall zu orten sowie dass die Organisation paramilitärisch ausgerichtet wäre, martialisch auftreten würde, sogar einen Antrag auf Bewaffnung gestellt hätte, Kompetenzen überschritten würden usw. Valentin meinte öffentlich, die Wiener Naturwacht würde in "paramilitärischen Fantasieuniformen herumlaufen und bei der Bevölkerung nicht ankommen" und Maresch bezeichnete sie gar als "Privatsheriffs in Fantasieuniformen ... private Exekutive ... haben Aufgaben erfüllt, die nicht in ihrer Kompetenz lagen." "Woher diese Behauptungen bzw. Erkenntnisse kommen, bleibt dahingestellt. Immerhin wären Kompetenzüberschreitungen strafbare Handlungen gewesen und somit absolut undenkbar. Bei den Uniformen handelt es sich um die gleichen blauen Jacken, wie sie von beinahe allen Organen der öffentlichen Aufsicht verwendet werden. Diese nur bei bestimmten Einsätzen getragene Dienstkleidung wurde außerdem vor Beschaffung mit der MA 22 und dem Innenministerium akkordiert", entgegnet Bedrava.

"Dass keine zusätzlichen finanziellen Belastungen für die Stadt Wien gegeben sind, wenn jetzt nur mehr Magistratsbedienstete angestellt werden, wie behauptet, kann niemand glauben", so Guggenbichler, der die zuständige Umweltstadträtin auffordert, das offensichtliche Vorhaben, die Wiener Naturwacht durch hauptamtliche Beamte zu ersetzen, sodass sie ihre Tätigkeit ehrenamtlich nicht mehr ausführen dürfen noch einmal zu überdenken und diese hervorragend arbeitende Organisation nicht gänzlich auszurotten, wie sie es anscheinend mit den Zieseln beim Heeresspital vor hat. (Schluss) hn

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