Innenministerium koordiniert ressortübergreifende Stabsübung

Koordinierungssitzung mit Vertretern der Präsidentschaftskanzlei und Ministerien - Ressortübergreifende Stabsübung Ende April und Mitte Mai

Wien (OTS) - Die Bewältigung von Katastrophen wie Überflutungen, Erdbeben oder andere Krisen stellen die Behörden vor großen Herausforderungen. Das Innenministerium veranstaltet intern laufend Übungen zu unterschiedlichen Bedrohungsszenarien. Mit Beschluss des Ministerrates vom 25. Oktober 2011 wurde über Initiative des BM.I nun ein Prozess in Gang gesetzt, der die Wiederherstellung bzw. Erhaltung der staatlichen Führungsfähigkeit, die Organisation von Rettungs- und Brandschutzmaßnahmen sowie Personenschutzmaßnahmen beinhaltet. Mit diesem Prozess wird auf Basis der bisherigen bewährten Kooperationen zwischen den Ministerien eine neue Qualität der Zusammenarbeit angestrebt, in der Stabsarbeit in Form einer temporären besonderen Organisationsform als grundsätzliches Instrument zur Bewältigung besonderer Situationen in allen Ministerien zur Anwendung gelangen soll.

Aus diesem Grund fand heute, 28. März 2012, eine erste Koordinierungssitzung mit Vertretern der Präsidentschaftskanzlei und aller Ministerien statt, bei der die Abhaltung einer ressortübergreifenden Stabsübung diskutiert, konkretisiert und vereinbart wurde.

"Ein wesentliches Element zur Bewältigung solcher Krisenszenarien stellt die ressortübergreifende Koordination und Kooperation dar", betonte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Dr. Herbert Anderl. "Da bei solchen Katastrophen nicht nur das Innenministerium gefordert ist, sondern nahezu alle Ministerien, ist es wichtig, dass sich alle betroffenen Ressorts akkordieren sowie die Zuständigkeiten und Handlungsabläufe für den Ernstfall proben." Eine gute Zusammenarbeit aller Ressorts, die Etablierung kompatibler Organisationsstrukturen und deren Verständnis sowie ein genereller Erfahrungsaustausch sei wichtig, um bei Krisen und Katastrophen schnell und effizient handeln zu können, so Anderl.

So soll Ende April ein erster Übungsteil stattfinden, bei dem es um das Erfassen des fiktiven Ereignisses und seiner weitreichenden Auswirkungen, um das Erkennen der eigenen Betroffenheit, der Etablierung eines interministeriellen Stabes zum möglichen Bedrohungszenario sowie um die Aufnahme dieser Stabsarbeit gehen soll.

Mit den Erfahrungen dieses ersten Übungsteiles wird - voraussichtlich Mitte Mai 2012 - zu demselben Szenario ein zweiter Übungsteil folgen, bei dem über einen Tag verteilt ressortübergreifende Stabsarbeit unter realistischen Gegebenheiten erprobt werden soll. Unmittelbar nach beiden Übungsteilen wird es einen direkten Erfahrungsaustausch geben. Danach werden die Erkenntnisse ausgewertet und mit allen Ministerien besprochen. "Wir wollen aus dieser Übung gemeinsam Erkenntnisse gewinnen, die uns bestmöglich auf diverse Katastrophenszenarien vorbereitet", sagt Generaldirektor Anderl.

Die beiden Übungsteile werden unter der Federführung des BM.I abgehalten. Vom Innenministerium sind u.a. folgende Organisationseinheiten miteingebunden: die Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit, das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (.BVT), das EKO Cobra und das Einsatz- und Krisenkoordinationscenter (EKC), das auch für die Koordination der Stabsübung verantwortlich ist.

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