- 28.03.2012, 10:41:47
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Kopflausbefall: Diagnose am besten mit dem Kamm, Therapie am wirksamsten mit Dimeticonen
Neue Publikation zu Epidemiologie, Diagnose und Behandlung von Kopflausbefall erschienen
Maria Enzersdorf (OTS) - Unter dem Titel "Kopflausbefall: neue
Erkenntnisse zu Epidemiologie, Diagnose und Behandlung" ist soeben im
European Journal of Clinical Microbiology & Infectious Diseases ein
Beitrag von Prof. Dr. med. Hermann Feldmeier, Institut für
Mikrobiologie und Hygiene an der Charité Universitätsmedizin in
Berlin, erschienen. 57 wissenschaftliche Publikationen zu
Kopflausbefall aus den Jahren 2000 bis 2010 wurden für diese Arbeit
analysiert.
Feldmeier kommt zu folgenden Empfehlungen für eine sinnvolle
Behandlungsstrategie gegen Kopflausbefall:
- Ermitteln der gesamten Gruppe, die von Kopflausbefall betroffen ist, - systematisches Kämmen zur sicheren Diagnose, - die gleichzeitige Behandlung aller Betroffenen und - die Verwendung eines effektiv wirksamen Kopflausmittels gegen Läuse, Eier und Nymphen
Kopflausbefall tritt in kleinen Epidemien in Kindergärten und
Schulen auf. In diesen Altersgruppen haben Kinder enge
Sozialkontakte, so dass sich Kopfläuse einfach und rasch verbreiten
können.
Juckreiz der Kopfhaut tritt nur bei einer unbekannten Anzahl der
Betroffenen auf, darauf kann man sich mit der Diagnose nicht
verlassen. Bleibt Kopflausbefall unbehandelt, dann tritt er in einer
bestimmten Kindergruppe immer wieder auf.
Die Diagnose von Kopflausbefall ist zeitintensiv und aufwändig,
vor allem wenn nur wenige Kopfläuse vorhanden sind. Rein visuelle
Inspektion übersieht die Mehrheit der Fälle von akutem
Kopflausbefall, also genau jene Fälle, die die Erkrankung verbreiten
können.
Wenn herkömmliche Kopflausmittel mit neurotoxischem Wirkprinzip
zur Behandlung eingesetzt werden, kommt es häufig zu
Behandlungsfehlern. Außerdem ist das Problem der Resistenzen von
Kopfläusen gegen die verwendeten Substanzen in den letzten Jahren
drastisch gestiegen.
Wenn bei Kopflausbefall die betroffenen Geschwister,
Familienmitglieder, Mitglieder derselben Spielgruppe oder andere
Kontaktpersonen ebenfalls behandelt werden, dann wird die Verbreitung
der Erkrankung mit hoher Sicherheit gestoppt. Mit einem sicheren
Pedikulozid wie einem Dimeticon kann im Verdachtsfall auch eine
Behandlung ohne Diagnose durchgeführt werden.
Zu zwei Dimeticon-Präparaten gibt es zahlreiche wissenschaftliche
Untersuchungen: Hedrin(R), eine 4%-Dimeticon-Lösung, zeigte
Heilungsraten zwischen 70% und 92%. Die Wirksamkeit ist umso höher,
je geringer der Kopflausbefall ist. NYDA(R), eine Kombination zweier
verschiedener Dimeticone, zeigte eine Heilungsrate von 97% bei
starkem Kopflausbefall. Die Wirksamkeit von NYDA(R) ist unabhängig
von der Intensität des Kopflausbefalls. NYDA(R) zeigte in vitro
außerdem eine Wirksamkeit von 95% bzw. 100% gegen junge bzw. reife
Lauseier. Hedrin(R) und neurotoxisch wirkende Präparate zeigten in
dieser Studie deutlich schlechtere Werte. NYDA(R) ist, so Prof.
Feldmeier, mit diesem Ergebnis eine gute Option für die
Einmal-Anwendung.
NYDA(R) gegen Läuse und Nissen, 50 ml Pumpspray - Euro 12,80
NYDA(R) Läuse- und Nissenkamm, mit Metallzinken - Euro 9,90
Quelle: Feldmeier, H (2012) Pediculosis capitis: new insights into
epidemiology, diagnosis and treatment. European Journal of Clinical
Microbiology & Infectious Diseases, Online First, 2 März 2012.
Springer Verlag.
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