Osterfestspielfreikarten: WKStA stellt Verfahren gegen die Salzburger Landeshauptfrau Mag. Gabriele BURGSTALLER ein

Wien (OTS) - Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat das Ermittlungsverfahren gegen die Salzburger Landeshauptfrau, Mag. Gabriele BURGSTALLER, wegen des Verdachts der Untreue unter Ausnützung einer Amtsstellung eingestellt. Der erhobene Vorwurf, in vermögensschädigender Weise Freikarten für die Salzburger Osterfestspiele im Wert von rund 100.000 Euro "freihändig" vergeben zu haben, hat sich nicht bestätigt.

Die limitierte Vergabe von Repräsentationskarten an Funktionsträger des Landes Salzburg für die (auch durch den Bund genützte) "Loge des Landes Salzburg" erfolgte gemäß entsprechender Landtags- und Landesregierungsbeschlüsse. Die Vergabe erfolgte weiters auf Vorschlag des Amtes der Salzburger Landesregierung. Diese Repräsentationskarten waren nicht Bestandteil des allgemein verkäuflichen Kartenkontingents der Salzburger Osterfestspiele.

Bei den Eigentümern der Salzburger Festspielhäuser (zB in der Bundesimmobiliengesellschaft betreffend das Große Festspielhaus) kam Mag. BURGSTALLER keine Organfunktion zu. Auch im Salzburger Festspielhäuser - Erhaltungs und Nutzungsverein oder in der (mit dem Kartenverkauf befassten) Osterfestspiele Salzburg GmbH übte sie keine Vertretungsbefugnis aus. Mag. BURGSTALLER konnte eine solche Befugnis somit auch nicht missbrauchen.

Subventionierungen der Salzburger Osterfestspiele erfolgten durch das Land Salzburg auf Grundlage von Budgetbeschlüssen des Salzburger Landtages und nach Prüfung der Förderansuchen durch das Amt der Salzburger Landesregierung. Dabei ist eine "Entwertung" gewährter Subventionen durch den unterbliebenen Verkauf von (tatsächlich nicht zum Verkauf stehenden) Karten weder für die Osterfestspiele Salzburg GmbH noch das Land Salzburg ersichtlich.

Über die Einstellung des Verfahrens wurde der Rechtsschutzbeauftragte der Justiz unter Mitteilung einer ausführlichen Begründung verständigt.

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