• 27.03.2012, 17:00:41
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"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi "Auszeit statt Aussitzen"

Telekomgeld für VP-Telekomsprecherin? Karin Hakls Rückzug ist beispielgebend.

Wien (OTS) - Gestern der Fraktionschef im U-Ausschuss Werner Amon,
heute die Telekom-Sprecherin Karin Hakl. Die ÖVP kommt nicht aus dem
schwarzen Loch. Da ein paar Zehntausend Euro für ein Parteiblattl,
dort für den Wahlkampf - beides aus der schwarzen Kassa des
Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger. Keine Riesensummen, aber gerade
das macht sie anschaulich. KHGs Millionentransfers im Bermudadreieck
zwischen Schweiz, Liechtenstein und Wien lösen nur noch Schwindel
aus. Richtig groß wurden die kleinen Fische erst durch das desaströse
Krisenmanagement der ÖVP. U-Ausschuss-kundige wussten vorab, dass
etwas im Busch ist. Amon hat sich mit einem Rundumschlag gegen die
Justiz ("Racheakt gegen Kampusch-Aufdecker") zu retten versucht.
Als das missglückte, gab der Parteichef einen Benimm-Kodex in
Auftrag. Versprechen wie diese nimmt aber nur noch eine
unerschütterliche Minderheit für bare Münze.
Mit ihrem Rückzug als Telekom-Sprecherin setzt die ÖVP im Fall
Hakl erstmals einen richtigen Schritt (Bericht Seite 4). In sumpfigen
Zeiten wie diesen zählt nur noch die Propaganda der Tat. Wer nicht
sauber ist, fliegt. Oder zieht sich so lange aus dem Schussfeld
zurück, bis die Vorwürfe geklärt sind - nicht wahr, Herr Amon?

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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