• 27.03.2012, 09:07:45
  • /
  • OTS0030 OTW0030

NÖGKK: Neue Broschüre über Rheumatoide Arthritis

St. Pölten (OTS) - Rheumatoide Arthritis (wird auch als chronische
Polyarthritis bezeichnet) ist die häufigste entzündlich rheumatische
Erkrankung. Weltweit sind 0,5 bis 1 Prozent der Gesamtbevölkerung
betroffen. In Niederösterreich leiden rund 10 000 Menschen* daran.
Frauen sind dreimal so häufig betroffen wie Männer. Die Erkrankung
beginnt meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, also in den
"besten Jahren". Ein zweiter Häufigkeitsgipfel tritt bei Menschen
über dem 60. Lebensjahr auf (Alterspolyarthritis), aber auch die
jüngere Generation ist betroffen. Schmerzhafte Gelenksschädigungen,
die bis zur Arbeitsunfähigkeit und zu einer verkürzten
Lebenserwartung von bis zu zehn Jahren führen, machen vielen Menschen
das Leben zur Hölle.
Die Initiative "Arznei & Vernunft" hat eine neue Leitlinie für
Fachleute sowie eine Patientenbroschüre entworfen. "Arznei &
Vernunft" ist eine in Europa einzigartige Initiative, der namhafte
Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitswesen (Ärzte- und
Apothekerkammer, Sozialversicherung, darunter NÖGKK etc.) angehören
und die zu speziellen Themen kompaktes Wissen für zielgenaue Diagnose
und Behandlung zusammenstellt. Die aktuelle Broschüre liegt ab sofort
in den Arztordinationen auf. Sie bietet umfassende Informationen, von
der Früherkennung der Erkrankung über Therapiemöglichkeiten bis zu
Tipps für den Alltag.
"Rheumatoide Arthritis ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sie kann
schlimmstenfalls sogar zur Invalidität führen. Schließlich zerstört
diese entzündliche Autoimmunerkrankung die Gelenke, am häufigsten die
Hand- oder Fußgelenke, aber auch Knie und Schultern sind betroffen",
weiß Prim. Dr. Ernst Wagner, Leiter der Rheuma-Sonderkrankenanstalt
der NÖGKK in Baden und Mitglied von "Arznei & Vernunft". Auch die
volkswirtschaftliche Bedeutung ist nicht zu unterschätzen: Insgesamt
mussten im Jahr 2011 2 956 Personen (2 297 Frauen und 659 Männer)
wegen rheumatoider Arthritis im Krankenhaus behandelt werden, die
ambulante medikamentöse Behandlung kostete 131,5 Mio. Euro.
Bis vor wenigen Jahren wurden eher die Symptome behandelt. Heute
steht eine Reihe von wirksamen Medikamenten zur Verfügung, die den
Verlauf der Erkrankung im Idealfall stoppen können. Umso wichtiger
ist es, die Symptome rechtzeitig zu erkennen und rasch hilfreiche
Therapiemaßnahmen - vor allem Medikamente, Ergo- und physikalische
Therapien - einzuleiten. Wagner: "Der frühe Beginn einer sogenannten
"Basistherapie" - das sind Medikamente, welche die krankmachenden
Abläufe direkt beeinflussen können - ist für die Prognose der
Erkrankung von wesentlicher Bedeutung." Beginnt man mit der
Basistherapie in den ersten drei Monaten nach Ausbruch der Krankheit,
verbessert sich der Verlauf der Erkrankung wesentlich.
Wie erkennt man rheumatoide Arthritis? Wagner: "Häufige Symptome
sind gesteigerte Müdigkeit, Abgeschlagenheit und starkes Schwitzen.
Wer außerdem morgens mit steifen Gelenken kämpft oder schmerzhafte
Schwellungen an den Finger-, Hand- oder Zehengelenken bemerkt, sollte
zur Abklärung rasch einen Arzttermin vereinbaren."
* Siegmeth, Prävalenz von 0,62 Prozent
NÖ Gebietskrankenkasse
Versichertenhotline: 050899-6100
www.noegkk.at

Rückfragehinweis:
NÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 050899-5121, Fax: 050899-5181
mailto:[email protected]
www.noegkk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel