- 26.03.2012, 15:27:16
- /
- OTS0217 OTW0217
VP-Leeb: Vereinbartes Stillschweigen zur Vertragsauflösung von Matt nicht akzeptabel
Wien (OTS) - Mit Verwunderung reagierte die Kultursprecherin der
ÖVP Wien, LAbg. Isabella Leeb, auf die heute gegenüber der APA
gemachten Aussagen zum Rückzug Gerald Matts aus der Wiener
Kunsthalle.
Dass Herr Häusle, der gerade-noch-Vorstand des Vereines Kunsthalle,
es als nicht unüblich bezeichnet, dass Dritte für finanzielle
Leistungen aufkommen müssen, die er vertraglich einem anderen
zugesichert hat, ist ja bedauerlicherweise nichts Neues. Entspricht
es im Gegenteil ja der bereits seit Jahrzehnten gelebten Praxis im
Verein Kunsthalle. Nur dass die Wiener Steuerzahler eventuell für die
Herrn Matt von ihm vertraglich zugesicherte Pensionsvereinbarung
aufkommen sollen, ist nicht zu akzeptieren. Laut bestehendem Vertrag
stehen Gerald Matt rund 80 % seines Geschäftsführergehaltes als
Aufzahlung zu seiner ASVG Pension ab seinem Pensionsantritt zu.
"Das kann in die Millionen gehen, die die Öffentlichkeit dann zu
tragen hätte. Hier ist volle Transparenz gefordert und nicht
Stillschweigen zwischen Freunden, die sich gegenseitig auf Kosten der
Steuerzahler Abschiedsgeschenke machen", meint Leeb.
Tönte es heute Vormittag im Gemeinderat von Grüner Abgeordnetenseite
noch vollmundig " Wir regieren!" dürfte es sich aber nicht bis zu
allen Mitgliedern im grünen Klub herumgesprochen haben, dass
Mitregieren auch Mitverantwortung bedeutet. Anders sind die Aussagen
des grünen Kultursprechers Werner-Lobo nicht zu interpretieren.
Die Wiener Grünen, die zu prominenten Protagonisten im Konflikt um
die Kunsthallen-Leitung gehört haben, zeigen sich bezüglich einer
Einschätzung der vertraglichen Abgangsregelungen für Matt
zurückhaltend: "Wir als Grüne sind dafür nicht zuständig. Ich kann
nicht in diese Verträge eingreifen", so der Kultursprecher der Wiener
Grünen Werner-Lobo gegenüber der APA: "Die Grünen haben der
Kunsthalle Matt nicht eingebrockt, also können wir ihn auch nicht
auslöffeln."
Die Grünen haben der Kunsthalle Herrn Matt nicht eingebrockt, stimmt.
Scheinbar geht es den Grünen eben doch nur um persönliche Rache an
einer ihnen nicht zu Gesicht stehenden Person. Anders lässt sich
diese plötzliche Kindesweglegung im Finale der schauderhaften
Provinzposse um die die Wiener Kunsthalle nicht interpretieren.
"In Wahrheit geht es in der Causa Kunsthalle darum, wie ein
Kulturstadtrat die finanzielle Misere und das kulturpolitische
Desaster nun auflöst und dem unwürdigen Treiben rund um die
Kunsthalle ein Ende bereitet, dem er jahrelang zugesehen hat. Und da
kann sich der grüne Kultursprecher nicht einfach hinter seinem großen
Partner verstecken!", so Leeb abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPR






