- 26.03.2012, 09:30:31
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FH Campus Wien startet Studium an der Schnittstelle von Technik und Gesundheit
Wien (OTS) - Herbst 2012 startet die FH Campus Wien -
vorbehaltlich der Genehmigung der entsprechenden Gremien - das
Masterstudium Health Assisting Engineering. Das Studium ist
angesiedelt an der Schnittstelle von Technik, Gesundheit, Therapie,
klinischer Tätigkeit und Forschung. Wissen über Informatik und
Elektronik kombiniert mit Wissen über Handlungs- und
Bewegungswissenschaft ermöglicht nutzerInnenorientierte Anwendungen.
Besonders aktuell ist das Thema Ambient Assisted Living (AAL) bzw.
umgebungsunterstütztes Leben. Dazu gehören auch Roboter, die Menschen
im Alltag helfen. Das Besondere am Studium ist, dass TechnikerInnen
und GesundheitsexpertInnen - ErgotherapeutInnen, PhysiotherapeutInnen
oder Gesundheits- und KrankenpflegerInnen - bereits gemeinsam in der
Ausbildung an optimalen Lösungen arbeiten.
"Erst das an der Schnittstelle von Technik, Handlungs- und
Bewegungswissenschaft generierte Wissen führt dazu, dass sich die
Technik an Bedürfnisse der NutzerInnen anpasst und nicht umgekehrt.
Wir haben bei der Entwicklung des Studiums sehr vom Know-how unserer
Technik- und Gesundheitsstudiengänge im Haus profitiert.
Disziplinenvielfalt und interdisziplinäre Zusammenarbeit zeichnen
unsere Fachhochschule speziell aus," ist die Leiterin des
Entwicklungsteams Priv. Doz.in Dr.in Tanja Stamm, PhD, MSc, MBA,
überzeugt.
Von Produkt-, über Spielentwicklung, Bewegungsanalysen bis zur
Umweltsteuerung
Im Rahmen der Ausbildung geht es etwa darum, Wissen der
Ergotherapie über Alltagstätigkeiten auf die Robotik zu übertragen
oder Bewegungsabläufe mit technischen Mitteln zu analysieren und zu
unterstützen. Neben Produkt-, Hilfsmittel-, sowie Spielentwicklung
oder Bewegungsanalysen lernen Studierende auch Umwelten mit Systemen
so zu gestalteten, dass benachteiligte Menschen wie z.B. Ältere oder
Demenzkranke in ihrem persönlichen Umfeld, aber auch im öffentlichen
Raum möglichst handlungs- bzw. bewegungsfokussiert teilhaben können.
Damit wird ihre Lebensqualität erhalten oder verbessert.
TechnikerInnen und GesundheitsexpertInnen lernen mit- und voneinander
Im ersten Semester holen TechnikerInnen und GesundheitsexpertInnen
Grundlagen des jeweils anderen Bereichs nach. Vom ersten bis zum
letzten Semester stehen Module mit "Integrativen Kompetenzen" im
Mittelpunkt, das heißt Themen, die sowohl technische als auch
gesundheitliche Komponenten beinhalten. Dazu gehören z.B. Qualitative
Bedarfserhebung und Methoden, Angewandte Bewegungswissenschaft oder
Gerätekonzepte. Das dritte Semester bietet Wahlpflichtfächer in den
Bereichen Gesundheit oder Technik, ein interdisziplinäres Projekt und
Praxisexkursionen. Angewandte Forschung und Entwicklungs-Projekte
haben einen hohen Stellenwert in der Ausbildung.
Forschung: ein Roboter als Therapie-Kind, das Spiel mit der
Vergangenheit und das Airbaigsystem für zu Hause
Bereits in der Entwicklungsphase des Studiums sind
Forschungsprojekte am Start. Im Rahmen des Projekts "Ein Roboter als
Therapie-Kind" soll Wissen aus der Handlungswissenschaft und
Ergotherapie über das Erlernen von Alltagsaktivitäten zur
Weiterentwicklung von Robotern genutzt werden. In diesem Projekt
arbeitet die FH Campus Wien mit der TU Wien und der Med Uni Wien
zusammen. In einem weiteren Projekt entwickeln zukünftig Studierende
und Lehrende gemeinsam mit externen PartnerInnen eine Spielanwendung
für ältere Menschen mit bewegungsgesteuerter Eingabe und
biographischem Alltagsbezug. Dies fördert Bewegungsfähigkeit,
Mobilität, Alltagsfunktion und Selbstständigkeit. Mit "AALiBelt" -
das Airbbagsystem für zu Hause ist ein weiteres Forschungsprojekt in
der Anfangsphase. Hier wird ein Airbagsystem zur Sturzprophylaxe für
ältere Menschen in der häuslichen Umgebung entwickelt.
FH Campus Wien
Die FH Campus Wien besteht in der heutigen Form seit 2002 und
erhielt den Status "Fachhochschule" im Sommer 2004. Mit mehr als
3.800 Studierenden ist die FH Campus Wien die größte FH in Wien und
eine der größten Fachhochschulen österreichweit. In den Departments
"Applied Life Sciences ", "Technik", "Bautechnik",
"Gesundheit","Soziales" und "Public Sector" steht den Studierenden
ein Angebot an rund 40 Bachelor- und Masterstudiengängen sowie
Masterlehrgängen zur Auswahl. Die FH Campus Wien arbeitet
insbesondere mit der Universität Wien, der Universität für
Bodenkultur, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der
Technischen Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien
zusammen. Die Gesundheits-Studiengänge werden in Kooperation mit dem
Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) geführt. "Public Management"
wurde in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt, "Tax Management" mit
dem Bundesministerium für Finanzen entwickelt. Zahlreiche
F&E-Projekte der Studiengänge und externe Auftragsforschung werden
über eigene Forschungsgesellschaften abgewickelt. Die FH Campus Wien
ist mit Unternehmen, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen
ebenso vernetzt wie mit Partner-Schulen aus BHS und AHS.
Rückfragehinweis:
Mag.a Sonja Wallner, MAS FH Campus Wien Unternehmenskommunikation Favoritenstraße 226, 1100 Wien Tel.: +43 1 606 68 77-6403 Fax: +43 1 606 68 77-6409 [email protected] www.fh-campuswien.ac.at
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